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Goldenes Reiterkreuz für Helma Schwarzmann
01.02.2026
Ehemalige Bundestrainerin und Richterin für ihr Lebenswerk ausgezeichnet
Im Rahmen der Bundesrichtertagung in Butzbach ist die ehemalige Bundestrainerin und internationale Voltigierrichterin Helma Schwarzmann aus Goslar für ihre Verdienste für den Voltigiersport mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold ausgezeichnet worden. Über Jahrzehnte hinweg prägte, gestaltete und entwickelte die heute 77-Jährige den Voltigiersport und insbesondere auch das Richterwesen wie nur wenige andere.
Der Tochter von Kunstturner und Olympiasieger Alfred Schwarzmann wurde das Turnen quasi in die Wiege gelegt. 1958 begann Helma Schwarzmann mit dem Voltigiersport und wurde zweimal – 1963 und 1964 – Deutsche Meisterin mit der Voltigiergruppe der Reitgemeinschaft Goslar. Ab 1991 bis 2002 war sie zwölf Jahre lang Bundestrainerin der deutschen Voltigierer und errang mit ihren Schützlingen mehr als 75 Prozent der zu erreichenden Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften, insgesamt 26 Gold-, 22 Silber- und 16 Bronzemedaillen. Für ihre Leistung als Ausbilderin und Trainerin erhielt sie 2009 den selten vergebenen Ehrentitel Voltigiermeisterin. Und bereits 2002 wurde sie für ihre Verdienste mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber ausgezeichnet.
Voltigier-Richterin seit 1978
Bereits vor ihrer Zeit als Bundestrainerin, von 1984 bis 1991, war Helma Schwarzmann Mitglied des FN-Fachbeirats Voltigieren, ab 1989 gehörte sie dem Voltigierkomitee des Weltreiterverbandes (FEI) an und war von 1993 bis 2001 dessen Vorsitzende.
Parallel zu ihre aktiven und Trainerlaufbahn engagierte sich Helma Schwarzmann schon früh auch als Richterin. Bereits 1978 legte sie die Prüfung zur Voltigierrichterin ab und saß zwischen 1981 und 2023 auf zahllosen nationalen und internationalen Turnieren am Richtertisch, lediglich in der Zeit als Bundestrainerin waren ihr Richtereinsätze untersagt. Unter anderem war sie bei mehreren Weltcupturnieren und -finals und Deutschen Meisterschaften sowie bei drei Europa- und fünf Weltmeisterschaften (darunter die Weltreiterspiele in Aachen, in der Normandie und in Tryon/USA) im Einsatz.
1988 wurde sie in den Ausschuss Jugend und Voltigieren (ab 1990 Ausschuss Voltigieren) der Deutschen Richtervereinigung (DRV) gewählt und war dort jahrzehntelang eine unersetzliche Stütze zum Wohle des Sports. 2025 trat sie nach 37 Jahren auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wiederwahl an.
„Dein Name steht für eine Ära, für höchste Qualität, für Fachwissen und für einen Anspruch, der die Entwicklung des Voltigierens über Jahrzehnte nach vorne getragen hat“, sagte der FN-Vorstandsvorsitzende Dr. Dennis Peiler in seiner Laudatio. „Auch als Richterin warst du nie jemand, der einfach nur bewertet hat. Du warst jemand, der den Sport weiterentwickeln wollte. Immer auch auf der Suche nach dem Besonderen.“ fn-press/Hb, Foto: FN
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