PSV Hannover Gruppe

Pferdesportverband Hannover e.V.

PrÀvention sexualisierte Gewalt im Sport

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Aktiv gegen Gewalt

Gewalt ist nicht tragbar!

Der Pferdesportverband Hannover setzt sich aktiv fĂŒr den Kinderschutz ein und verurteilt jede Art von Gewalt/ sexualisierter Gewalt. Als Landesverband haben wir fĂŒr Pferdesportler/innen, Eltern, Ausbilder/innen und allen, die sich angesprochen fĂŒhlen, ĂŒber die Stiftung Opferhilfe zwei Ansprechpartner/innen, die Ihnen/ Euch kostenlos und zeitnah UnterstĂŒtzung bei allen Fragen rund um das Thema Gewalt zusichern.

Anlaufstelle

Hilfe und UnterstĂŒtzung

Hier erhalten Opfer / Betroffene / Beteiligte im PSV Hannover kostenlose Hilfe‹ und UnterstĂŒtzung:

Erste Anlaufstelle fĂŒr Betroffene sexualisierter Gewalt im Pferdesport, in Vereinen und Betrieben des Pferdesportverbandes Hannover sind die beiden Ansprechpartner der Stiftung Opferhilfe in Niedersachsen, Evelyn König und Michael Berg, die unter folgenden Kontaktdaten erreichbar sind. DarĂŒber hinaus gibt es weitere professionelle Beratungsstellen, bei denen man sich anonym und kostenlos Hilfe holen kann:

Kontaktdaten Evelyn König

Diplom-Sozialarbeiterin/SozialpÀdagogin (FH)
Sozialtherapeutin, PĂ€d.-individualpsychol. Beraterin (Hipps e.V., BIB e.V.)
Fachberaterin fĂŒr Opferhilfe
Psychosoziale Prozessbegleiterin (Nds.)

OpferhilfebĂŒro LĂŒneburg
Bei der St. Lambertikirche 8
21335 LĂŒneburg
Telefon: 04131-72719-10
E-Mail: evelyn.koenig@justiz.niedersachen.de

Kontaktdaten Michael Berg

Diplom-Sozialarbeiter/SozialpÀdagoge (FH)

OpferhilfebĂŒro Hannover
Weinstraße 20
30171 Hannover
Telefon: 0511-616-22029
E-Mail: michael.berg@region-hannover.de bzw. opferhilfebuero@region-hannover.de

Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch

Beratung durch pĂ€dagogisch/psychologisch ausgebildete FachkrĂ€fte gibt es kostenfrei und anonym bei N.I.N.A. – telefonisch unter 0800 22 55 530 oder per E-Mail unter mail@nina-info.de. Die Beratungszeiten sind montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr. 

Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch

Im Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch sind ĂŒber eine Datenbank Hilfeangebote wie Beratungsstellen, Notdienste, therapeutische und rechtliche Angebote in WohnortnĂ€he zu finden. Außerdem bietet das Portal eine datensichere Online-Beratung: Infos Hilfe-Portal

Nummer gegen Kummer
DarĂŒberhinaus gibt es deutschlandweit auch die Nummer gegen Kummer fĂŒr Kinder und Jugendliche bei allen Fragen, Sorgen und Problemen, die kostenfrei und anonym anrufen können, unter 116-111.

Stark machen gegen sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen. Das will die Kampagne „#UNDDU? Mach Dich stark!“ von Innocence in Danger. Der Kinderschutz-Verein hat dafĂŒr das erste Online-Portal und eine App fĂŒr FachkrĂ€fte entwickelt. Es klĂ€rt Jugendliche, Eltern und Profis umfassend ĂŒber Missbrauch in ihrer Altersgruppe auf – und bietet Hilfe an. 

FAQ

Fragen und Antworten zum Thema sexualisierte Gewalt

Nachfolgend finden sich Antworten auf die hÀufigsten Fragen zum Thema sexualisierte Gewalt im Pferdesport.

Der Begriff sexualisierte Gewalt umfasst Formen von Gewalt und MachtausĂŒbung, die mittels sexueller Handlungen zum Ausdruck gebracht werden. Sexualisierte Gewalt kann verbaler und/oder körperlicher Art sein und erfolgt gegen den Willen der Betroffenen. Zu sexualisierter Gewalt zĂ€hlen z.B.:

  • anzĂŒgliche Blicke
  • herabwĂŒrdigende Kommentare
  • unangenehme BerĂŒhrungen
  • Briefe, E-Mails oder Nachrichten mit sexuellem Inhalt
  • exhibitionistische Handlungen
  • sexuelle Nötigung
  • Vergewaltigung

  • Im Verein/Pferdebetrieb/Stall ein Klima des respektvollen Umgangs schaffen.
  • Bei verbalen oder körperlichen Übergriffen hinschauen und nicht wegsehen.
  • Hinterfragen, wer als Ausbilder mit welcher Qualifikation Unterricht gibt bzw. fĂŒr Kinder und Jugendliche als Trainer eingesetzt wird.
  • Sich als Vorstand mit dem Thema befassen und ein/zwei Ansprechpartner fĂŒr sexualisierte Gewalt benennen.
  • Fortbildungen zum Beispiel der LandesportbĂŒnde zum Thema nutzen: Wie erkenne ich die Machenschaften von TĂ€tern?
  • Ein TĂ€ter-unfreundliches Umfeld schaffen, indem z.B. Poster gegen sexualisierte Gewalt und Missbrauch aufgehĂ€ngt werden und das Thema offen kommuniziert wird.
  • Schutzkonzepte gemeinsam mit Jugendlichen erarbeiten.
  • Die Satzung des Vereins aktualisieren: GrenzĂŒberschreitendes Verhalten und Konsequenzen, Beschwerdemanagement etablieren.

Jeder kann etwas tun, damit sexualisierte Gewalt und Missbrauch verhindert oder gestoppt werden. Wenn man Zeuge sexistischer Übergriffe wie den sogenannten dummen SprĂŒchen wird, einschreiten und sagen, dass das nicht in Ordnung ist. Wenn sich jemand als Betroffener offenbart: Zuhören, Glauben schenken und sie oder ihn ermutigen, sich professionelle Hilfe bei einer Beratungsstelle zu holen.

Man sollte vermeiden, mit dem TÀter allein zu sein, zum Beispiel indem man eine Stallfreundin bittet, einen in die Sattelkammer zu begleiten. Man kann es nur stoppen, wenn man mit jemandem spricht. Zum Beispiel mit einer Person, der man vertraut. Das kann die beste Freundin oder der beste Freund sein, das kann die Mutter oder der Vater sein, das kann aber auch ein/e Lehrer/in sein. Wenn man das nicht möchte, dann gibt es Telefonhotlines, die man anonym anrufen kann. Dort gibt es geschulte Menschen, die sich sehr gut mit dem Thema auskennen und Betroffenen weiterhelfen.

Wenn ein/e Betroffene/r von sexuellem Missbrauch erzĂ€hlt, dann ist das ein großer Schritt, der viel Mut erfordert. Deshalb:

  • Ruhe bewahren und möglichst sachlich reagieren.
  • Das MĂ€dchen oder den Jungen ernst nehmen und das Erlebnis nicht herunterspielen.
  • Auf bohrende Fragen verzichten und den Eindruck vermeiden, dass man der/m Betroffene/n nicht glaubt.
  • Der/Dem Betroffenen nie die Mitschuld geben. Die Verantwortung trĂ€gt immer der TĂ€ter oder die TĂ€terin.
  • Die GefĂŒhle des betroffenen MĂ€dchens oder Jungen akzeptieren.
  • Das MĂ€dchen oder den Jungen loben, dass es/er sich anvertraut hat. Dazu gehört auch, sich vertrauenswĂŒrdig zu zeigen und keine falschen Versprechungen zu machen.
  • Hilfe holen und bei einer Beratungsstelle UnterstĂŒtzung suchen.

Sexualisierte Gewalt hat immer etwas mit Macht und Machtmissbrauch zu tun. Im Pferdesport kommt eine Besonderheit hinzu: das Pferd. Zum einen kann das Opfer im Falle einer Reitbeteiligung oder eines Schulpferdes emotional damit erpresst werden, das das Pferd nicht mehr geritten werden darf, wenn sich das Opfer nicht wie gewĂŒnscht verhĂ€lt. Außerdem ist es auch nicht so leicht, sich dem TĂ€ter durch einen Stallwechsel zu entziehen. Schließlich muss man nicht nur eine neue Heimat fĂŒr sich, sondern auch fĂŒr sein Pferd finden.

Einem wegen Missbrauchs verurteilten Ausbilder kann die FN, sofern er eine Trainerlizenz besitzt, diese entziehen. DarĂŒber hinaus empfiehlt die FN Vereinen und Betrieben vor Engagement eines Ausbilders ein erweitertes polizeiliches FĂŒhrungszeugnis einzufordern. GrundsĂ€tzlich kann die FN Konsequenzen im Rahmen ihrer Verbandsgerichtsbarkeit ergreifen. So können Pferdesportler von der Teilnahme am Turniersport ausgeschlossen werden. Die LĂ€nge der Sperre hĂ€ngt dann von der konkreten Tat ab. Die FN kann Trainern die Trainerlizenzen entziehen, sofern sie eine solche besitzen, aber Reitlehrer ist kein geschĂŒtzter Beruf. Jeder kann sich so nennen und Unterricht geben. Die staatlichen Gerichte können im Rahmen ihrer Urteile neben Freiheits- und Geldstrafen auch Berufsverbote verhĂ€ngen und es einem TĂ€ter so beispielsweise verbieten, Jugendliche zu unterrichten. Diese Macht hat die FN als Sportverband nicht.

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