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Mehr Sicherheit im GelÀnde: Internationaler MIM-Workshop in Warendorf
18.03.2026
16 Experten aus Europa bauten ein Wochenende lang an modernen Sicherheitshindernissen
Am BundesstĂŒtzpunkt Reiten in Warendorf hat erstmals ein spezieller Workshop zum Bau von weiterentwickelten MIM-Sicherheitshindernissen stattgefunden. Drei Tage lang arbeiteten 16 GelĂ€ndeaufbauer und Kursdesigner aus verschiedenen europĂ€ischen LĂ€ndern praktisch und intensiv an modernen GelĂ€ndehindernissen. Ziel der Veranstaltung war es, Fachwissen rund um den Einsatz der Sicherheitselemente zu vermitteln und anwenderorientiert aufzubereiten.
Das MIM-System gehört seit seiner EinfĂŒhrung im Jahr 2015 zu den wichtigsten sicherheitsrelevanten Entwicklungen im Vielseitigkeitssport. Die Elemente lösen bei entsprechendem Druck kontrolliert aus und können so das Risiko von RotationsstĂŒrzen stark senken. Der Entwickler des Systems, der schwedische Ingenieur Mats Björnetun, begleitete den Workshop persönlich. Geleitet wurde die Fortbildung vom Vorsitzenden der FEI Risk Management Steering Group, dem Australier Stuart Buntine.
Drei Tage Praxis in der Werkstatt
WĂ€hrend des Workshops entstanden insgesamt acht mit MIM-Elementen ausgestattete GelĂ€ndehindernisse. In der Werkstatt des BundesstĂŒtzpunktes wurde gesĂ€gt, gefrĂ€st, gebohrt und geschliffen â immer mit Blick darauf, typische GelĂ€ndehindernisse sicherer zu gestalten. Ein wichtiges technisches Kriterium: Ein Hindernis darf fĂŒr eine zuverlĂ€ssige Auslösung nicht mehr als 300 Kilogramm wiegen. Wie sich das in der Praxis umsetzen lĂ€sst, zeigte ein ausgehöhlter Baumstamm, der optisch unverĂ€ndert blieb, im Inneren aber fĂŒr das MIM-System vorbereitet wurde.
Austausch und Vermittlung von Know-how
Der Workshop richtete sich bewusst an Personen, die ihr Wissen kĂŒnftig weitergeben werden. Gerade in Deutschland bieten viele der Teilnehmer selbst Hindernisbau-LehrgĂ€nge an oder leiten Teams beim Aufbau von GelĂ€ndestrecken an. Durch die hochqualifizierte internationale Zusammensetzung der Gruppe entstanden zahlreiche fachliche Diskussionen darĂŒber, wie GelĂ€ndehindernisse noch sicherer konstruiert oder nachgerĂŒstet werden können.
Beitrag zur Unfallvermeidung
Seit der EinfĂŒhrung des Systems ist die Zahl von RotationsstĂŒrzen stark zurĂŒckgegangen. Die klappbaren Elemente bieten Pferd und Reiter in kritischen Situationen eine zusĂ€tzliche Sicherheitsreserve. MIM-Hindernisse werden inzwischen weltweit eingesetzt â sowohl auf internationalen Championaten als auch bei den allermeisten nationalen Veranstaltungen.
UnterstĂŒtzung durch die Stiftung Deutscher Pferdesport
Ein wichtiger Partner bei der Verbreitung des Systems ist die Stiftung Deutscher Pferdesport. Finanziert von der Stiftung können Veranstalter in Deutschland MIM-Sicherheitssysteme kostenlos beantragen. Bis Ende 2025 wurden mehr als 1.400 Elemente an rund 200 Veranstalter ausgegeben. Der Lehrgang ist Teil des Projekts âMit Sicherheit besser reitenâ, das die Weiterentwicklung sicherheitsrelevanter MaĂnahmen im Vielseitigkeitssport begleitet.
Mit dem europaweit ersten internationalen Workshop dieser Art in Deutschland wurde ein weiterer Schritt fĂŒr mehr Sicherheit im Vielseitigkeitssport gesetzt. Die Verbindung aus praktischer Arbeit, technischem Wissenstransfer und internationalem Austausch lieferte wertvolle Impulse fĂŒr den Bau zukĂŒnftiger GelĂ€ndehindernisse.
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