News

Nachwuchsvoltigierer mit starken Leistungen beim Preis der Besten 2026

10Mai26
Logo Pferdesport Deutschland für News

10.05.2026

Gold für Salome Trampler, Arne Heers und Henry Frischmuth

Beim Preis der Besten in Warendorf stand für Deutschlands Nachwuchsvoltigierer auch in diesem Jahr nicht nur der nationale Titel im Fokus. Für die U18- und U21-Athletinnen und Athleten bot das Turnier zugleich eine wichtige Station mit Blick auf die anstehenden Championate im Sommer. Entsprechend hoch war das Niveau in den einzelnen Wettbewerben.

„Der Preis der Besten ist für unsere Nachwuchsvoltigierer auch unser Nominierungswettkampf. Das heißt, wir werden anhand der bisher im Saisonverlauf gezeigten Leistungen und anhand der Leistungen hier auf dem Turnier unser Championatsteam für die Jugend-EM in Frankreich auswählen“, erklärt Bundestrainer Kai Vorberg die Bedeutung der Veranstaltung in Warendorf. „Wirklich alle wissen, hier gilt‘s, hier zählt’s, hier kommt’s drauf an.“

Pas de Deux: Pia Niemand und Ella Louise Eggert vorn

Die erste Entscheidung fiel bei den Junior-Doppelvoltigierern. Den Sieg sicherten sich in dieser Kategorie Pia Niemand und Ella Louise Eggert, die gemeinsam mit Bojar an der Longe von Sandra Behncken den Landesverband Hamburg vertraten. Besonders im zweiten Umlauf präsentierte sich das Duo stabil und zog mit einer Endnote von 7,308 an Sarah Stühlein und Linette Mandelkow vorbei. Die beiden Voltigiererinnen vom Landesverband Bayern lagen nach der ersten Kür noch vorne, mussten sich dann aber mit einer Gesamtwertung von 7,213 Punkten knapp geschlagen geben. Sie voltigierten auf ihrem Wallach Cooky, longiert von Jana Dörr. Dahinter belegten Aurelia Baier und Ida Romeis den dritten Platz. Das Duo aus Hessen trat mit dem 17-jährigen Wallach Caljano an der Longe von Tatjana Baier an und wurde für seine beiden Küren mit einer Endnote von 6,941 Punkten belohnt.

Juniorgruppen: Köln-Dünnwald siegt nach Aufholjagd

Unter den sechs angetretenen Juniorgruppen sicherte sich in einem spannenden Wettkampf das Juniorteam VV Köln-Dünnwald I den Sieg. Gemeinsam mit dem 17-jährigen Calidor und Longenführerin Ines Nawroth arbeitete sich das Team nach Rang zwei in der Pflicht mit zwei starken Kürdurchgängen an die Spitze des Feldes und gewann die Prüfung mit einer Endnote von 7,829 Punkten. Besonders in der Finalkür zu den Klängen von Queen überzeugten die Rheinländer mit der höchsten Kürwertung des Wettbewerbs (8,163). Die Vorjahressieger und amtierenden Vize-Weltmeister, das Juniorteam Schenkenberg, lag nach dem ersten Umlauf noch in Führung und präsentierte sich mit dem Fuchswallach Samba’s Argument von Ka (Longenführer: Peter Wagner) auf konstant hohem Niveau. Aufgrund kleiner Unsicherheiten im zweiten Kürumlauf (7,864) belegte das Team aus Sachsen mit einer Gesamtnote von 7,713 knapp Rang zwei. Auf Platz drei beendete das Juniorteam Sülldorf das Turnier. Die Gruppe aus Schleswig-Holstein konnte sich nach Rang vier in der Pflicht noch um einen Platz verbessern und erreichte mit Skyfall W und Longenführerin Andrea Lindhorst eine Endwertung von 7,612 Punkten.

Junioren: Henry Frischmuth und Amari Santamaria Diaz an der Spitze

Bei den U18-Herren setzte sich Henry Frischmuth aus Fredenbeck souverän an die Spitze des Starterfeldes. Der Nachwuchsvoltigierer vom Landesverband Hannover präsentierte sich gemeinsam mit dem 13-jährigen Wallach True Tempter, longiert von Gesa Bührig, in starker Form und überzeugte insbesondere in der Finalkür. Mit einer Wertnote von 8,751 erzielte der amtierende U18-Weltmeister die mit Abstand höchste Kürwertung der Konkurrenz und sicherte sich den Sieg mit einer Endnote von 8,545 Punkten. „Wir haben dieses Jahr besonders bei den Junioren einen starken Jahrgang. Henry Frischmuth ist ja nicht umsonst amtierender Weltmeister im U18-Bereich“, so die Einschätzung von Bundestrainer Kai Vorberg ein. „Er hat seine Form hier mit einem anderen Pferd noch mal bestätigt. Das ist ja beim Voltigieren auch wirklich die Kunst, das mit dem Pferd gemeinsam zusammenzubringen. Und das ist ihm wieder sehr, sehr gut gelungen. Er hat ein sehr gutes Gespür und Gefühl für sein Pferd True Tempter und das macht dann schon Spaß zuzugucken.“ Auch Sebastian Renkl (LV Bayern) zeigte auf seinem Pferd Wildcard mit Josephine Storey an der Longe einen gelungenen Wettkampf. Mit einer harmonischen Vorstellung und einer starken Kürleistung platzierte sich der Deutsche Meister 2025 mit 8,161 Zählern auf Rang zwei.
Für Lukas Heitmann vom Landesverband Hamburg, der im vergangenen Jahr noch den Sieg in dieser Altersklasse gefeiert hatte, verlief der Wettbewerb dieses Mal nicht optimal. Der Silbermedaillengewinner der Junioren-Weltmeisterschaften 2025 voltigierte auf dem Westfalen-Wallach Adrenalin A, vorgestellt von Kerstin Bock, und erreichte eine Endnote von 6,936.

Auch bei den U18-Voltigiererinnen präsentierten sich die deutschen Nachwuchsathletinnen in starker Form. Den Sieg sicherte sich die Userin Amari Santamaria Diaz, die gemeinsam mit Star Time W an der Longe von Andrea Harwardt drei konstant starke Umläufe zeigte. Die amtierende Deutsche Meisterin der Juniorinnen hatte bereits nach der Pflicht die Führung übernommen und behauptete diese auch in den beiden Kürdurchgängen souverän. Mit einer Endnote von 8,391 Punkten setzte sich die U18-Voltigiererin vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern klar an die Spitze des Feldes. Auf Rang zwei platzierte sich Lara Andrew aus Schriesheim, die mit dem achtjährigen Wallach Don Camillo und Longenführerin Lisa Huber ebenfalls durchweg überzeugte. Nach drei gelungenen Runden und einer starken Finalkür beendete die Baden-Württembergerin den Wettkampf mit einer Gesamtwertung von 8,163. Helene-Marie Hauschildt (LV Schleswig-Holstein) ging mit dem Hannoveraner-Wallach Semper Fi, präsentiert von Andrea Lindhorst, an den Start und erreichte nach einer kleinen Aufholjagd, von Rang acht nach der Pflicht, in der Endwertung den dritten Platz (7,859). Knapp dahinter rangierte Lara Veth, die mit dem 13-jährigen Wallach Icarus 34 und Longenführerin Ute Veth einlief, auf Rang vier (7,828). Danach folgten Paula Zeyn (LV Hannover / 7,799) auf dem 5. Platz.

U21-Damen: Trampler setzt sich in spannendem Wettkampf durch

Auch bei den U21-Damen zeigte sich in Warendorf ein leistungsstarkes und eng beieinanderliegendes Teilnehmerfeld. Bis zum Schluss blieb die Entscheidung um den Sieg offen. Am Ende setzte sich Salome Trampler mit dem KWPN-Wallach Busta Rhymes MK, longiert von Marie-Therese Rukat, durch. Die Athletin aus Garbsen überzeugte insbesondere in der Kür, für die sie mit 8,371 Punkten die höchste Wertung des Wettbewerbs erhielt. Mit einer konstanten Leistung in allen drei Teilprüfungen sicherte sie sich für den Landesverband Hannover den Sieg mit einer Endnote von 7,964. Auf Rang zwei platzierte sich Lisa Marie Wagner (Leipzig), die gemeinsam mit dem Schimmelwallach Cleiner Onkel T OLD und Longenführerin Anika Heers insbesondere im Technikprogramm glänzte. Mit der besten Techniknote des Feldes (7,928) und einer Endwertung von 7,814 Punkten hielt sie den Wettkampf bis zuletzt offen.
Frances Nandy Moldenhauer (LV Berlin-Brandenburg) präsentierte sich auf dem Oldenburger-Wallach Longinus an der Longe von Andrea Harwardt ebenfalls in guter Form. Nach der stärksten Pflicht kam die Osterburgerin im Technikprogramm nicht ganz an ihre Leistung heran, konnte sich jedoch mit der zweitbesten Kürwertung (8,202) und einer Gesamtwertung von 7,719 Rang drei sichern.

U21-Herren: Heers dominiert die Konkurrenz

In der Kategorie der Jungen Voltigierer führte in diesem Jahr kein Weg an Arne Heers vorbei. Der mehrfach erfolgreiche Nachwuchsvoltigierer, der in den Jahren 2023 und 2024 bereits die U18-Kategorie für sich entscheiden konnte, präsentierte sich gemeinsam mit dem Schimmelwallach Cleiner Onkel T OLD und Mutter Anika Heers an der Longe in beeindruckender Form. Heers gewann sowohl Pflicht als auch Technikprogramm und Kür deutlich und setzte sich mit einer starken Endnote von 8,483 Punkten souverän an die Spitze des Starterfeldes. Besonders in der Kür überzeugte er mit einer herausragenden Wertnote von 8,870 und holte den Sieg für den Landesverband Hannover. Rang zwei ging an Leonel Gelke, der mit dem erfahrenen Wallach Longinus (Longe: Andrea Harwardt) ebenfalls solide Leistungen zeigte. Nach Rang zwei in der Pflicht musste der Sportler vom Landesverband Berlin-Brandenburg im Technikprogramm kleinere Abstriche hinnehmen, konnte sich mit einer gelungenen Kür jedoch erneut gut präsentieren und beendete den Wettbewerb mit einer Gesamtwertung von 7,572 Punkten.
Der dritte und letzte Starter, Tom Lehner vom Landesverband Baden-Württemberg, konnte mit seinem Pferd Däumling (Longenführerin: Denise Kiontke) den Wettkampf leider nicht beenden und verzichtete auf den finalen Start am Sonntag.

Preis der Zukunft: Könning gewinnt Children-Wettbewerb

Im Preis der Zukunft der Voltigierer im Alter von 12 bis 14 Jahren setzte sich Romy Könning (Westfalen) mit dem 17-jährigen Adrenalin A an der Longe von Kerstin Bock an die Spitze des Feldes. Mit einer Endnote von 7,922 Punkten überzeugte sie insbesondere durch eine harmonische und sichere Kür. Knapp dahinter belegte Luisa Hagspiel (Bayern), die nach einer starken Pflicht noch vorne lag, gemeinsam mit dem 16-jährigen Caramax S und Vanessa von Mandelsloh Rang zwei (7,845). Auf Platz drei rangierte Frauke Wolter (Westfalen), die mit Double Inn und Longenführerin Antje Döhnert eine Endnote von 7,466 Punkten erreichte.
Die Wettbewerbe der U21-Voltigierer sowie der Pas de Deux wurden auch in diesem Jahr erneut durch die Stiftung Deutscher Pferdesport gefördert. Die jeweils drei bestplatzierten Teilnehmer beziehungsweise Paare erhielten Stipendien zur Unterstützung von Lehrgängen sowie turnier- und sportbezogenen Ausgaben in Höhe von jeweils 1.000 Euro. Pferdesport Deutschland / Carolin Christmann/Vaulting World


Alle News