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WM Aachen: Platz vier fĂŒr deutsche VierspĂ€nner
24.08.2026
Nicht unzufrieden mit ihren Leistungen, aber doch etwas enttĂ€uscht vom Gesamtergebnis sind die deutschen Fahrer und Fahrerinnen von ihrem vierten Platz bei der Weltmeisterschaft in Aachen. ErklĂ€rtes Ziel war ein Platz auf dem Treppchen, am Ende wurde es Platz vier fĂŒr Christoph und Anna Sandmann und Mareike Meier.
Dabei lieferten sowohl die Mannschafts- wie auch die Einzelfahrer solide Vorstellungen. Das spiegelten auch die Resultate der Kombinierten PrĂŒfung wider, in der Anna Sandmann mit Rang sechs (165,48 Punkte) die beste Platzierung aus deutscher Sicht errang. Wichtiger Grundstein dafĂŒr war ihre gute Dressurleistung (Rang vier) am Freitag. âIch war ein bisschen aufgeregt, weil ich nicht wusste, wie meine Pferde die AtmosphĂ€re im Stadion aufnehmen, denn es war sehr laut da drin. Aber die Pferde waren super bei mir und waren sehr konzentriertâ, sagte sie nach ihrer Dressurvorstellung. âAuch im Marathon waren sie fantastisch, da bin ich zu Anfang vielleicht etwas vorsichtig gefahren und habe etwas Zeit liegen gelassenâ, so bewertet sie ihre Fahrt im GelĂ€nde (Rang 13). Das Kegelfahren absolvierten Cobra, Fantast, Iwan und Musketier ohne Abwurf, lediglich acht Strafsekunden kamen auf das Punktekonto (Rang 8). âZwischen Hindernis zwei und drei gab es eine kleine Irritation mit meinen Pferden, das hat sicher etwas Zeit gekostet. Wir mussten erst wieder den richtigen Rhythmus finden, danach lief es rundâ, erklĂ€rt sie.
Auf dem achten Platz beendete Mareike Meier die Weltmeisterschaft (168,87). Nach der Dressur lag sie auf Rang sechs, ein richtiger guter Marathon der Dressurspezialistin folgte (Platz 11), so dass sie ihren sechsten Platz in der Einzelwertung halten konnte. Nicht ganz erfĂŒllt wurden ihre Erwartungen an das Kegelfahren: Friedolin, Racciano, Zalando und Zazou bewĂ€ltigten die ersten zwei Drittel des Parcours flĂŒssig und fehlerlos, im letzten Drittel fielen dann leider noch zwei BĂ€lle. Dazu kamen Zeitfehler, damit rutschte die in Aachen schon so oft hochdekorierte Fahrerin aus Holstein auf Platz acht in der Gesamtwertung. âDas fing auch richtig, richtig gut an und dann haben wir die blöden Fehler â zwei BĂ€lle ganz zum Schluss gehabt â das war natĂŒrlich super Ă€rgerlichâ, sagte sie nach ihrer Runde im Kegelparcours.
Der dritte deutsche Teamfahrer Christoph Sandmann hatte sich mehr erhofft von seinem Abschneiden bei der Weltmeisterschaft. Als Vize- Europameister stellt er auch und gerade an sich selbst einen hohen Anspruch. Zwar beendete auch er die Dressur (Rang 9) und den Marathon (Rang 15) mit respektablen Ergebnissen, allerdings unterliefen ihm im Kegelfahren gleich drei AbwĂŒrfe und dann musste er auch noch Zeitfehler hinnehmen (Platz 26). Am Ende landete er auf Platz 13 (181,22).
Bundestrainer Karl-Heinz Geiger zog Bilanz nach der WM: âAlle Fahrer haben sehr ordentliche Leistungen geliefert. Wir hatten keinen Ausfall. Aber eben auch kein Highlight, und das braucht man, wenn man vorne stehen will. In der Dressur sind wir sehr gut aufgestellt, im GelĂ€nde fehlt uns allerdings ein Spitzengespann. Dort mĂŒssen wir uns wieder verbessern, dann stehen wir auch wieder auf dem Treppchen.â
Neben den drei Teamfahrerin gingen auch zwei Einzelfahrer fĂŒr Deutschland an den Start. Georg von Stein aus Modautal in Hessen beendete die WM auf dem zwölften Platz in der Gesamtwertung (175,68). Er war voll des Lobes ĂŒber seine Pferde Darco, Javiro, Jerco und Playboy, die er im Kegelfahren angespannt hatte. Im Marathon schwĂ€rmt er vor allem von Nachwuchspferd Oxford Turhorst â genannt Don, der im GelĂ€nde wesentlich dazu beigetragen hat, dass es Platz sieben in dieser PrĂŒfung wurde.
FĂŒr den zweiten deutschen Einzelfahrer RenĂ© Poensgen fand die Weltmeisterschaft sozusagen in der Nachbarschaft statt, er wohnt in Eschweiler. âFĂŒr mich ist alles richtig gut gelaufenâ, Ă€uĂert er sich sehr zufrieden nach der letzten PrĂŒfung. âIch habe im Vorfeld gesagt, ich möchte hier eine Dressur unter 50 fahren, das ist mir gelungen (Rang 15), den Marathon ohne Fehler beenden und im Kegelparcours fehlerfrei bleibenâ, sagte er. Im Kegelparcours lief es dann nicht optimal â zwei AbwĂŒrfe plus Zeitfehler. âEs war schon sehr schwer, aber eben auch einer Weltmeisterschaft wĂŒrdig, es war dann mit der Zeit doch schwieriger als gedacht.â Am Ende wurde es Platz 18 fĂŒr ihn in der Kombinierten Wertung und er war völlig begeistert von der WM: âIch weiĂ gar nicht, wie ich das in Wort fassen soll, das war schon sehr sehr cool hier, unser Team war super, die Pferde waren super, die haben jeden Tag ihren Job gemacht, wir hatten perfektes Wetter, die Zuschauer hier sind unbeschreiblich, so viel Applaus wie man hier bekommt, sogar schon auf der Strecke im GelĂ€nde gestern und dann heute noch der Abschluss heute in diesem Stadion.â
Ihre 13. Goldmedaille bei Weltmeisterschaften errangen die Fahrer aus den Niederlanden (315,13), bei jeder WM war Ijsbrand Chardon im Team. In diesem Jahr wieder zusammen mit seinem Sohn Bram und Koos de Ronde. Die Australier Boyd Exel und Tor van den Berge errangen die Silbermedaille (317,25). Eine besondere Leistung, weil die Fahrer aus Down Under immer nur zu zweit antreten und deshalb kein Streichergebnis verbuchen können. Bronze gewann das Team aus Belgien (325,52).
Zum achten Mal wurde Boyd Exell Weltmeister der VierspÀnnerfahrer. Seit 2010 gewinnt der Australier in Folge den Titel, er ist im Fahrsport das Maà aller Dinge. Mit der Silbermedaille fÀhrt der Belgier Dries Degrieck nach Hause (148,85). Bronze ging an den US-Amerikaner Chester Weber (156,77). Pferdesport Deutschland/Christine Meyer zu Hartum/Eva Borg
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