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CVIO Warendorf: Kathrin Meyer und Lukas Heitmann gewinnen im Einzelvoltigieren
14.06.2026
Beim ersten internationalen Voltigierturnier in Warendorf ist das Team NORKA Automation des Voltigiervereins Köln-Dünnwald seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Mit Abstand dominierten die Kölner die Mannschaftskonkurrenz. Premierensiegerin im Einzelvoltigieren der Damen wurde Kathrin Meyer, bei den Herren setzte sich mit Lukas Heitmann der Jüngste im Starterfeld an die Spitze.
Das Kölner Team startete in der hochkarätigen Vorjahresbesetzung: Bela Lehnen, Yara Jolie Scheel, Philipp Goroncy, Larina Herpertz, Fabio Ring und Gianna Ronca. Bereits in der Pflicht setzten sie sich mit mehr als einem Punkt Vorsprung (8,122) vom Rest des Feldes ab und toppten das Ganze noch einmal mit ihrer Kür zu einer Coverversion von Rihannas „We found love“. Die nahezu fehlerfreie Vorstellung wurde nicht nur mit Techniknoten über 9, sondern von der Schweizer Richterin Anita Flamand-Prochaska sogar mit einer glatten 10 für die Artistik belohnt. „Das war schon wirklich eine richtig gute Runde. So zwei Kleinigkeiten gab es schon, aber rein vom Programm, von der Musikinterpretation und wie es auf den Punkt war, war es die bisher beste Kür des Jahres“, sagte der ehemalige Topvoltigierer und Kölner Heimtrainer Torben Jacobs. Eine Leistung, die natürlich ohne den elfjährigen Westfalenwallach Ecuador NRW und seine Longenführerin Alexandra Knauf nicht möglich wäre. „Die zwei sind im Grunde die wichtigsten Teammitglieder“, sagte Jacobs. „Sie sind seit Jahren die Erfolgsgaranten und Konstanten im Team und machen einen grandiosen Job. Ecki ist mit Abstand das beste Gruppenpferd, das ich je erlebt habe. Die beiden sind einfach eine top Kombination, mit super viel Qualität und auch super viel Erfahrung – und das gibt dem Team Ruhe.“
Mit der Note 9,419 für die Kür und insgesamt 8,900 verwies das Kölner Team die Mannschaften RV Rhede I, vorgestellt von Maria Temminghoff auf Stalangro (7,666), sowie RSV Neuss-Grimlinghausen I (7,306) auf die Plätze zwei und drei. Die Neusser starteten mit Calypso und Stefanie Eggink an der Longe. Die einzige ausländische Gruppe, das niederländische „Team Roy Rogers“ belegte mit 7,184 Zählern den vierten Platz.
Wimpernschlagentscheidung bei den Damen
In der Damenkonkurrenz lieferten sich die beiden Favoritinnen – die amtierende Europameisterin Kathrin Meyer und die aktuelle Siegerin im Weltcupfinale Alice Layher – ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit einer Endnote von 8,894 hatte die Hamburgerin am Ende um knapp ein Hundertstel die Nase vor Layher (8,887). „Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich geleistet habe. Ob ich dann vorne bin oder nicht, das ist einfach Entscheidung der Richter. Alice und ich sind beide sehr tolle Sportler, würde ich sagen. Das ist ein ‚My‘ an der Waage am Ende, was die Platzierung ausmacht“, sagte Kathrin Meyer. Vorgestellt wurde sie von Gesa Bührig auf dem bewährten Oldenburger Capitain Claus OLD. „Der Kappi und ich, wir kennen uns nun schon seit über acht Jahren und sind seit letztem Jahr jetzt wieder ein festes Team und zusammengewachsen, nachdem mein eigenes Pferd in Rente ging. 2022 sind wir auch schon bei den Weltmeisterschaften gestartet und ich freue mich, auf so ein Verlasspferd setzen zu dürfen.“ Alice Layher trat in Warendorf mit FBW Candy und Daniel Zembrot an der Longe an. „Ich muss sagen, heute war die Nervosität schon ein bisschen größer. Aber ich glaube, da habe ich jetzt nochmal was, wo ich dran arbeiten kann“, sagte sie.
Hinter der Schweizerin Danielle Bürgi (8,446) ordnete sich Annemie Szemes (8,405) mit Rubinio und Longenführerin Nina Vorberg auf Platz vier ein, gefolgt von Gianna Ronca (8,255). Nach dem Sieg zusammen mit der Kölner Gruppe belegte sie mit Max und Longenführerin Sarah Krauß in der Einzelwertung den fünften Platz.
Junior vor den Routiniers bei den Herren
Spannung bis zur letzten Sekunde herrschte auch beim Einzelvoltigieren der Herren, wo die fünf deutschen Teilnehmer die ersten Plätze unter sich ausmachten. Nach Platz zwei in der Pflicht, war der erst 17-jährige Lukas Heitmann nach dem Technikprogramm zunächst auf drei zurückgefallen und eroberte schließlich mit seiner Kür die Spitzenposition: Gesamtnote: 8,649. „Ich muss sagen, da ist schon mehr Nervosität als beim Juniorstart“, sagte Heitmann. „Ich habe versucht ganz entspannt daran zu gehen und den Druck so ein bisschen wegzunehmen“. Seinen vierbeinigen Partner Fürst Jever hat er vor drei Jahren gemeinsam mit Longenführer Hendrik Brühl gekauft und gemeinsam mit ihm ausgebildet.
Auf Platz zwei landete Thomas Brüsewitz, einer der erfolgreichsten deutschen Voltigierer der letzten Jahre. Er gab bereits 2015 bei den Europameisterschaften in Aachen sein Championatsdebüt bei den Senioren und gewann damals Silber. In Warendorf bewies er auf Ersatzpferd Belistano HF und Alexandra Knauf seine Erfahrung und sein Können (Endnote 8,598), musste allerdings den jungen Heitmann an sich vorbeiziehen lassen. Dies gilt auch für den bis dahin führenden Leon Hüsgen mit Rockemotion NRW (Longenführerin: Nina Vorberg). Seine Kür gelang nicht ganz fehlerfrei, so dass es am Ende für ihn Platz fünf hieß. Dritter wurde mit Bela Lehnen ein weiteres Mitglied des Kölner Teams, vorgestellt von Sarah Krauß auf Max (Gesamtnote: 8,521). Pferdesport Deutschland/mly/Hb
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