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Kaltblutleistungsprüfung 2026 im Landgestüt Celle
20.10.2026
Bei herbstlichem Nieselwetter fand die Leistungsprüfung des Stammbuches für Kaltblutpferde Niedersachsen Mitte Oktober im niedersächsischen Landgestüt Celle statt. Um den Paradeplatz hatten sich zahlreiche Kaltblutinteressierte versammelt, die der erste Vorsitzende Dr. Uwe Clar und die Zuchtleiterin Urška Kamenšek begrüßten.
Den Richtern Ulrich Altekruse (Stolzenau), Ullrich Müller (Nienhagen) und dem Fremdfahrer Christian Koller (Warendorf) stellten sich zwei Hengste und acht Stuten zur Beurteilung vor. In drei Prüfungsteilen – dem dressurmäßigen Fahren vor einem Wagen, dem Ziehen eines sieben Meter langen Baumstammes und dem Ziehen eines Zugschlittens – mussten die Prüflinge ihre Arbeitstauglichkeit unter Beweis stellen.
Platz eins bei den Hengsten mit einer Endnote von 8,75 erreichte der letztjährige Körungssieger aus Krumke, Lauritz von Louis (Z.: Uwe Deutschmann, Annaburg), der heute als Landbeschäler im niedersächsischen Landgestüt Celle wirkt und mit der absolvierten Hengstleistungsprüfung nun den vollständigen Titel Prämienhengst erreicht hat. Alexander Danowski hatte den sympathischen Braunen mit Topinterieur ausgebildet und stellte ihn gekonnt vor. Lauritz gefiel besonders im schweren Zug. Auf Platz zwei mit einer Wertnote von 8,55 folgte Haribo Gold, Sohn des allseits beliebten Harry. Mit Jan Bogun an den Leinen brillierte der Hengst von Ralf Finke (Frankenau) im schweren Zug.
Unangefochtene Siegerin bei den Stuten wurde die rheinisch-deutsche Navara v. Adoro I, die von ihrem Eigentümer Dr. Uwe Clar (ZG Clar, Schafwedel) vorgestellt wurde. Sie erhielt eine Endnote von 9,05 und begeisterte den Fremdfahrer Christian Koller so sehr, dass er in seiner Bewertung zu einer 10 griff.
Bei der Schwarzwälderin Rubia v. Vento (Jens Bosse, Ankum) gab es von Koller noch einmal eine 10 und insgesamt eine 8,75. Damit belegte sie gemeinsam mit Roxana vom Utspann v. Highlander, die ebenfalls eine 8,75 erreichte, Platz zwei. Roxana begeisterte mit ihrem Arbeitseifer, besonders im schweren Zug. Züchter und Besitzer ist hier die Familie zum Berge aus Bad Fallingbostel, die sich zudem über den Titel Staatsprämie für diese Stute freuen darf. Auf Rang vier sah man mit Juliana R v. Versailles (Cord und Vanessa Rinne, Hemeringen) eine noch etwas jugendliche süddeutsche Stute, die allerdings schon viel Potenzial und Arbeitseifer erkennen ließ. Mit 9,36 erhielt sie die höchste Interieurnote, als Endnote eine 8,56.
Hengste und Stuten, die ihre Prüfung mit einer Endnote von 7,50 oder besser abgelegt haben und in Hengstbuch I bzw. Stutbuch I eingetragen sind, dürfen sich zukünftig Leistungshengst bzw. Leistungsstute nennen. In seinem Abschlussresümee lobte Ullrich Müller die hervorragende Qualität der gezeigten Kaltblüter. Allerdings wies er darauf hin, dass die Dressuraufgabe in diesem Jahr zwar durch die Bank schon besser gefahren worden sei, man jedoch einmal auf den Trab achten solle. Man müsse bemüht sein, Trabverstärkungen aus dem Arbeitstrab besser herauszufahren. Abschließend dankte Dr. Clar dem Landgestüt Celle dafür, dass das Kaltblutstammbuch wieder einmal in diesem schönen Ambiente zu Gast sein durfte. Text und Foto: Marianne Schwöbel
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