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WM Aachen: Daniel Deußer beendet die WM als bester Deutscher
24.08.2026
Die Entscheidung um die Einzelmedaillen im Springen ist gefallen: Steve Guerdat und Dynamix de Belheme gewinnen Gold für die Schweiz. Der junge Belgier Thibeaut Spits holt mit Impress-K van’t Kattenheye Z Silber vor dem Briten Harry Charles mit der Stute LT Holst Freda. Als bester Deutscher beendet Daniel Deußer das Finale auf Rang sechs, direkt vor seinem Teamkollegen Marcus Ehning. Rang neun belegte Sophie Hinners bei ihrer ersten WM.
Alle vier deutschen Mannschaftsweltmeister zogen in das Finale der besten 25 ein. Drei von ihnen maßen sich untereinander in den Top Zwölf dieser WM: Daniel Deußer mit Otello de Guldenboom, Marcus Ehning mit seinem Holsteiner Coolio und Sophie Hinners mit Iron Dames Singclair.
Daniel Deußer wusste vor seinem Start im zweiten Umlauf, dass er eine Nullrunde braucht, um in der Medaillenentscheidung mitzumischen. Bis zum letzten Hindernis sah es gut aus. Doch dann klapperte es, Fehler, das Aus für den Einzel-Medaillentraum. Das Endergebnis von 8,86 bedeutete am Ende des Tages Platz sechs. Daniel Deußer sagte anschließend im Interview: „Ich bin als Führender in den letzten Tag gegangen. Heute hatten wir je Umlauf einen Fehler. Ich bin natürlich etwas enttäuscht und werde analysieren, wie der Fehler am letzten Sprung in der zweiten Runde zustande gekommen ist. Es war eine lange Woche für Pferd und Reiter, auch in Hinblick auf die Konzentration. Heute gab es viele technische Herausforderungen. Insgesamt bin ich vor allem aber stolz auf die Leistung meines Pferdes.“
Platz sieben für Marcus Ehning und Coolio
„Coolio hat nach dem dritten Sprung im ersten Umlauf ein Eisen verloren. Er hatte zu wenig Grip in den Wendungen. Zu der Planke hätte ich daher ruhiger hinreiten müssen, das war mein Fehler. Die Woche hat unheimlich viel Spaß gemacht. Wir haben Team-Gold gewonnen und hätten heute sehr gern noch eine Medaille mitgenommen, doch ich bin mit dem siebten Platz sehr gut zufrieden“, erklärte Marcus Ehning nach dem Finale. Im zweiten Umlauf erwischten die beiden den Einsprung der zweifachen Kombination nicht passend, erneuter Abwurf und damit ein Ergebnis von 9,78 für den Borkener im Finale der Spring-Weltmeisterschaften in Aachen.
Bundestrainer Otto Becker warf zum Abschluss einen Blick zurück auf die vergangenen Tage: „Teamgold haben wir souverän gewonnen. Das war ein Erlebnis vor diesem Publikum. Im Einzelfinale hat das Quäntchen Glück gefehlt. Die Weltspitze ist hier, jeder Fehler ist in diesem Starterfeld ein Fehler zu viel. Und doch: Wir haben drei Paare in den Top Ten. Darauf können wir stolz sein. Und eines ist klar: Die Weltspitze ist unheimlich eng beieinander und wir haben in dieser Woche bewiesen, dass wir weiterhin dazu gehören. Wir freuen uns über die Woche und die Mannschaftsgoldmedaille und hoffen, dass wir die guten Pferde im Land halten können.“
Zweitbeste Frau der WM: Sophie Hinners mit Iron Dames Singclair
Sophie Hinners beendet ihre erste WM auf Rang neun. Nach den überragenden Runden für das deutsche Team, mit denen sie entscheidend zu Mannschaftsgold beitrug, klapperte es im zweiten Umlauf gleich zweimal bei Iron Dames Singclair. Mit einem Ergebnis von 14,84 beendet sie das Finale in den Top Ten. Sie und ihr elfjähriger Wallach bewältigten die fordernden Kurse als neuntbestes Paar im Gesamtranking. Beste Frau ist die Französin Nina Mallevaey mit Dynastie de Beaufour auf Platz acht. 145 Reiter haben sich bei der Heim-WM in Aachen den Aufgaben von Parcoursbauer Frank Rothenberger gestellt.
Der erste Umlauf
Keines der vier deutschen Paare blieb im ersten Umlauf fehlerfrei. Richard Vogel und United Touch S nahmen die Wendung auf die Mauer sehr eng. Der 29-jährige Reiter sagte im Anschluss, dass sein Pferd alles richtig machen wollte. Er habe ihm nicht gut genug den Weg zur Mauer gezeigt. „Ein Pferd, das so gut in Form ist, verdient es auch im Einzel weiter vorne zu stehen. Als Teil der Teamgold-Mannschaft hat er eine Medaille gewonnen, die er mehr als verdient hat. Er ist an allen Tagen fantastisch gesprungen“, lobte Richard Vogel United Touch S. Durch die Verweigerung und zusätzliche Zeitfehler durften die beiden nicht im zweiten Umlauf starten. Auf Rang 22 endete das Einzelfinale für die Sieger im Großen Preis von Aachen 2026.
Sophie Hinners und Iron Dames Singclair absolvierten den Parcours fehlerfrei – bis zum letzten Hindernis. Die schokobraune Stange fiel auf den Rasen. „Insgesamt hat er sich sehr gut angefühlt und ist fantastisch gesprungen. Dieses Gefühl möchte ich in den zweiten Umlauf mitnehmen“, sagte Hinners. Die 28-Jährige liegt nach dem ersten Umlauf auf Platz sieben und ist damit die beste Reiterin im Ranking.
Der Parcours
Das Finale wurde über zwei Umläufe entschieden. In beiden Umläufen werden die Hindernisse bis zu einer Höhe von 1,65 Meter aufgebaut. Im ersten Umlauf dürfen die Pferd-Reiter-Kombinationen sich maximal 81 Sekunden Zeit nehmen für den 540 Meter langen Parcours. Frank Rothenberger als Parcourschef hat die Linienführung so gewählt, dass die dreifache Kombination auf den Ein-und Ausritt zuführt. Als nächstes galt es eine Tripplebarre zu absolvieren, dann den Wassergraben. Insgesamt entschieden13 Hindernisse mit 16 Sprüngen im ersten Umlauf und zwölf Hindernisse mit 15 Sprüngen im zweiten Umlauf darüber, wer die WM-Medaillen umgehangen bekam. Pferdesport Deutschland/sag
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