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WM Aachen: Bronze für Kimberly Hyks und Jannik Heiland

16Aug.26
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Bevor die Weltmeisterschaften in Aachen heute für die Voltigierer mit der Teamwertung ihren Höhepunkt und ihr Ende finden, stand das Finale Pas de Deux auf dem Programm. Hier sicherte sich das Duo Kimberly Hyks und Jannik Heiland in einer dramatischen Aufholjagd die Bronzemedaille. Für Philine Lindhorst und Cjell Aaron Richert endete ihr WM-Debüt nach Pech in der ersten Kür mit einer starken zweiten Vorstellung auf Platz sechs.

Kimberly Hyks und Jannik Heiland hatten mit Crashkurs und Longenführerin Andrea Harwardt am ersten Tag ähnliches Pech wie ihre deutschen Kollegen. In diesem Fall war es Championats-Newcomerin Kimberly Hyks gewesen, die einmal vom Pferd musste. Auch am Finaltag musste sie beim Abgang einmal in den Sand greifen – der einzige kleine Schönheitsfehler einer ansonsten bärenstarken Vorstellung zur Musik von Tsar B. Damit begann für sie und ihren Partner Jannik Heiland, der am Tag zuvor die zweitbeste Kür in der Herrenkonkurrenz vorgelegt und mit einem siebten Platz seine lange erfolgreiche Einzelkarriere beendet hatte, noch einmal eine spannende Aufholjagd. 8,589 Zähler für die zweite Kür – in der Gesamtwertung mit 60 Prozent bewertet – lautete der Endstand für die beiden Wulfsener 8,303.

Besser als Hyks/Heiland waren am Ende nur die Europameister von 2025, Italiens Rebecca Greggio und Davide Zanella, gerade erst Vierter in der Herren-WM, die mit 8,982 Punkten Silber gewannen. Außerdem Theo Gardies und Noely Thibaut. Mit einem Endstand von 9,039 krönten sie sich zu den ersten französischen Champions in dieser Disziplin. Gardies selbst war bereits 2022 Weltmeister im Einzel. Für Kimberly Hyks und Jannik Heiland bedeutete dies am Ende die Bronzemedaille. „Ich hätte mir das niemals träumen lassen, es ist wahrscheinlich der Beste Moment meines Lebens“, sagte Hyks nach der Entscheidung unter Tränen. „Ich kann in dem einen Moment noch gar nicht glauben, dass das jetzt Realität ist. Im nächsten Moment bin ich dann so überflutet, weil es ist viel mehr, wovon ich jemals geträumt habe. Wir haben so viel gekämpft und sind immer wieder aufgestanden. Dass wir dann hier stehen dürfen – vor so einem Publikum mit so einer Runde – und das irgendwie dann abrufen können, da haben wir oft selbst nicht dran geglaubt. Aber wir haben immer gesagt, weiterkämpfen, kämpfen für den Traum, an uns selbst glauben und niemals aufgeben!“

„Hope“ heißt der Titel des Sängers Lucidious, den das deutsche Duo Philine Lindhorst und Cjell Aaron Richert für seine Kür gewählt hat. Und große Hoffnungen setzte das Paar aus Hamburg auch in seine zweite Kürrunde. Bei ihrer ersten Vorstellung waren die beiden WM-Debütanten einmal aus dem Gleichgewicht gekommen und hatten ihr Pferd Chagall unfreiwillig verlassen müssen – ein teurer Fehler. Im zweiten Versuch lief dann alles wie geplant. Erleichterung und Stolz über die großartige Leistung stand den beiden und ihrer Longenführerin Andrea Lindhorst ins Gesicht geschrieben – auch als das Ergebnis verkündet wurde: 8,251 Punkte.

Mit ihrem Endstand von 7,785 Zählern machten die beiden etliche Plätze gut und durften lange auf der „Leader’s Couch“ – genauer gesagt, zwei Hochstühlen – Platz nehmen, die denjenigen vorbehalten ist, die aktuell in Führung sind. Räumen mussten sie in erst für das zweite deutsche Pas de Deux, Kimberly Hyks und Jannik Heiland und deren Longenführerin Andrea Harwardt. Am Ende beendeten sie ihre WM-Premiere auf Platz sechs.
„Der Druck war kleiner als in der ersten Runde – weil es nicht mehr zu verlieren gab“, sagte Philine Lindhorst. In ihrer Kür thematisierte das Duo, wie viel der Leistungssport einem Athleten geben, aber auch nehmen kann. „Das passt zu 100 Prozent, 120 Prozent zu dieser WM“, erklärte Cjell Richert nach der Vorstellung. Und auch zu ihrem Weg dorthin: „Es hat exakt unsere gesamte Saison zum Saisonhöhepunkt nochmal durchgekaut. Nach der ersten Runde dachten wir, it’s over. Das ist crazy, in zwei Tagen nochmal drei Monate durchgelebt.“ „Und dann sich wieder zusammenzuraffen, und von vorne anzufangen, aber trotzdem gleichzeitig drei Steps weiter zu sein“, weil es eben eine WM sei, das mache am Ende den Leistungssport aus, ergänzt Philine Lindhorst.


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