News
Einfach Imposant B FRH ist Weltmeister der fünfjährigen Dressurpferde
09.08.2026
92,60 – das war unschlagbar! Mit 92,60 Prozent wurde der Hannoveraner Einfach Imposant B FRH Weltmeister der fünfjährigen Dressurpferde bei der FEI WBFSH Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde. Silber ging in der HORSE24-Arena an den Oldenburger Hengst Global Amour OLD, Bronze an Weihe’s Happiness OLD.
Der Weltmeister Einfach Imposant B FRH musste im Preis von Almased keine Note unter 9,0 notieren – 9,0 für Schritt und Galopp, 9,3 für den Gehorsam, 9,5 für Trab und Perspektive. Reiterin Kira-Laura Soddemann war geflasht: „Er hat das heute entschieden. Er kam ins Viereck und hatte sich vorgenommen, noch eine Schippe besser zu sein als in der Qualifikation und ich durfte ihn begleiten.“ Die Superkraft dieses Pferdes stecke in ihm, das seien seine inneren Werte. Gezogen wurde der Escolar-Sohn aus einer Westernhagen-Mutter von Daniela Burkhardt-Robert: „Gute Pferde müssen nicht nur top Grundgangarten haben, sie müssen ein sehr gutes Interieur haben, das ist das A und O, und sie müssen gesund sein.“ So sei sie auf die E-Linie gekommen. „Die wirken robust. Die Pferde sind kopfklar, haltbar, bringen gute Grundgangarten mit und lassen sich wunderbar ausbilden.“ Die Tochter des Besitzers Dr. Peter Brenske, der Einfach Imposant B FRH über die Verdener Elite-Auktion erworben hatte, Carlin Brenske, gab offen zu: „Als ich das erste Mal ein Video von Einfach Imposant B FRH gesehen habe, habe ich gedacht – naja. Beim ersten Turnierauftritt sah das Video schon besser aus und hier war er einfach super.“ Aufgrund seines Erfolges bei der WM wurde Weltmeister Einfach Imposant, wie auch der Vize-Weltmeister der Siebenjährigen, Secret Agent, vom Verein zur Förderung des Reitsports auf hannoverschen Pferden mit dem Namenszusatz FRH geehrt.
Silber für Global Amour OLD
Mit 89,40 Prozent sicherte sich der Oldenburger Hengst Global Amour OLD WM-Silber. Seit April sitzt Alexander Yde Helgstrand im Sattel des Deckhengstes und ist begeistert: „Global Amour kann genau unterscheiden, ob er im Zuchteinsatz oder unter dem Sattel im Sport ist. Er hat so viel Energie, ist aber so konzentriert im Viereck. Er hat mir ein großartiges Gefühl gegeben.“ Vor einem Monat war der 22-Jährige noch bei der EM der U25-Reiter am Start und kam mit drei Medaillen nach Hause, ohne zu zögern gestand er: „Die WM hier zu reiten war doch deutlich aufregender. Bei den fünfjährigen Pferden ist man ja schon dankbar, wenn man sie rund auf einen Zirkel bekommt. Da sind die Grand Prix-Pferde doch berechenbarer“, schmunzelt er. Die Einzelnoten des Vize-Weltmeisters sind: 8,8 für den Trab, 9,2 für den Schritt, 8,7 für den Galopp und je eine 9,0 für Gehorsam und Perspektive. Gezogen wurde der Sohn des Global Player OLD aus einer Fürstenball-Mutter von Britta Budeus-Wiegert, der Vize-Weltmeister steht im Besitz von Helgstrand Dressage.
Bronze für Weihe’s Happiness OLD
„Die moderne Version von ‚Oma Weihegold‘“, so bezeichnet Züchterin und Besitzerin Christine Arns-Krogmann Weihe’s Happiness. Mit 85,80 Prozent setzte sich die hochelegante Stute auf den Bronzerang, geritten von Alina Schneider. Die höchste Bewertung erhielt die tänzerische Dynamic Dream für ihren enorm leichtfüßigen und taktsicheren Trabablauf: 9,4. „Ich durfte auch schon mal Weihegold reiten“, erklärt die Reiterin, „sie fühlt sich wirklich unheimlich ähnlich an. Sie hat auch dieses Hinterbein und dieses Feuer für die Arbeit. Es ist ein Traum, von einem solchen Pferd lernen zu dürfen.“
Das Fazit von Richter Dr. Sven-Günter Rothenberger nach dem Finale der Fünfjährigen:
„Das Richten heute war nicht einfach. Die Pferde waren toll, aber absolut unterschiedlich – da muss man nur einen Blick auf die drei Medaillenträger werfen. Von der sehr eleganten Weihe’s Happiness bis zu dem eher soliden Sieger Einfach Imposant und dazwischen der moderne Hengst Global Amour. Und viele der jungen Pferde hatte ihre kleinen Problemchen, und dann kam der Sieger und zeigt uns schon eine so ausgereifte, fließende Prüfung. Wir mussten die Balance finden zwischen richtig guter Qualität, Rittigkeit und Präzision. Und dann kommt die große Frage hinzu, wie genau die Perspektive zu bewerten ist. Es steht nicht in den Regeln, dass die Perspektive beinhalten muss, ob wir ein späteres Grand Prix Pferd erkennen können. In den Regeln steht: Ist es ein gutes Pferd? Ist es gut ausgebildet? Das muss man alles im Hinterkopf haben – also, es war schwierig heute, aber fantastisch.“
Fazit des Turnierchefs Wilken Treu: „Wir haben jetzt schon wieder ein paar Ideen für nächstes Jahr, aber insgesamt haben wir sehr gute Rückmeldungen von den Reitern, Trainern und Offiziellen bekommen und auch von unseren Zuschauern. Das ist für uns das Wichtigste.“ Hannoveraner Verband, Foto (c): Lafrentz
Alle News