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Weltmeisterin der SiebenjÀhrigen: Odi Murona

09Aug.26
WM 2026 Odi Moruna Foto Lafrentz

09.08.2026

Hannoveraner Secret Agent wird Vize-Weltmeister


„Wow, Tessa!“ Das waren die ersten Worte der kommentierenden Richterin Monique Peutz-Vegter. Mit der Gesamtwertung von 83,429 Prozent sicherte sich die niederlĂ€ndische Stute Odi Murona die Goldmedaille der siebenjĂ€hrigen Dressurpferde bei der FEI WBFSH Weltmeisterschaften fĂŒr junge Dressurpferde in Verden – prĂ€sentiert von Tessa Kole im Preis von Helgstrand in der HORSE24-Arena.
 
Die Einzelnoten der QualitĂ€tsbeurteilung waren 9,5 fĂŒr den Trab, 8,5 Schritt, 9,0 Galopp, und je eine 9,5 fĂŒr DurchlĂ€ssigkeit und Perspektive. Die beiden Techniknoten lagen bei 74,429 und 75,286 Prozent. Die Reiterin war fassungslos: „Ich reite die Stute, seitdem sie drei war und sie ist einfach unglaublich.“ FĂŒnfjĂ€hrig hatte die neue Weltmeisterin bereits ein Fohlen, sechsjĂ€hrig wurde sie schon fĂŒr die WM ausgewĂ€hlt, aber
 „letztes Jahr galt noch die Regel, dass man nicht zwei Championate reiten darf und ich war auch bei der Jungen Reiter-EM am Start“, erzĂ€hlt Tessa, „deswegen durfte ich die WM nicht reiten. Dieses Jahr durfte ich glĂŒcklicherweise.“ Das Ehepaar van Belois kaufte die Stute als Fohlen, eigentlich als Zuchtstute. „Tessa begann sie auszubilden und sie gewann praktisch ĂŒberall, wo sie an den Start ging. Da haben einige Leute zu mir gesagt, ich wĂŒrde gut daran tun, sie erst im Sport zu lassen. Also haben wir die PlĂ€ne geĂ€ndert und jetzt sind wir Weltmeister“, strahlt Ko van Belois.
Die Weltmeisterin ist eine Tochter von Blue Hors Farrell, aus einer Johnson-Mutter gezogen von Jo van de Broek. „Ich habe damals auf der Hengstschau Farrell gesehen und sofort gedacht, dass das ein toller Hengst ist. Wir haben erst einige andere Stuten mit ihm belegt und hatten immer tolle langbeinige und ausdrucksvolle Fohlen. Und dann kam Odi Murona und fand die perfekte Reiterin mit Tessa.“

Vize-Weltmeister Secret Agent

Der Hannoveraner Secret/De Niro-Sohn Secret Agent wurde mit 83,115 Prozent Vize-Weltmeister. Es war der Schritt, der seinen Sieg – wie in der Qualifikation – verhinderte, aber Reiterin und Besitzerin Charlotte Dujardin platzte dennoch vor Stolz auf dieses Pferd. Im Schritt vergaben die Richter heute nur die 7,0, alle anderen Noten in der QualitĂ€tsbeurteilung lagen bei 9,3 und höher. Technisch wurde die Vorstellung der Beiden mit 74,857 und glatten 78 Prozent bewertet. „Ich habe dieses Pferd zweijĂ€hrig an der Longe gesehen und sofort gewusst, dass das einer fĂŒr mich ist“, erklĂ€rte die Olympiasiegerin strahlend. „Und wir passen auch charakterlich super zusammen. Er ist ein geborener ‚Performer‘. Er liebt Zuschauer. Er liebt es zu arbeiten. Und seine QualitĂ€ten sind phĂ€nomenal. Er war zuvor nur einmal auf einem Übernachtungsturnier, aber er macht das alles so unkompliziert. Ich hĂ€tte mir kein besseres Wochenende mit ihm hier vorstellen können.“ Gezogen wurde der Hengst von der Zuchtgemeinschaft Nicole und Friedrich Sievers, er ist aber selbst nicht im Deckeinsatz. Das Ziel von Charlotte Dujardin mit dem Ausnahme-Beau ist klar nicht die Zucht, sondern der Grand Prix-Sport. „Die Olympischen Spiele in Los Angeles sind nicht mehr so weit entfernt“, schmunzelt Dujardin. „Es wĂ€re schön, mit ihm eine Option dafĂŒr zu haben.“

WM-Bronze fĂŒr Brandtbjergs Divya

WM-Bronze ging an die dĂ€nische Vize-Weltmeisterin des vergangenen Jahres: Brandtbjergs Divya v. Hesselhoej Donkey Boy, aus einer Don Olymbrio-Mutter gezogen von Brandtbjerggaard/Familie Buhl. Maibritt Rosenkilde kaufte die Stute nach ihrem WM-Erfolg im vergangenen Jahr, seither sitzt die jetzt 20-jĂ€hrige Theresa Rosenkilde in ihrem Sattel und stellt sie auch bei der WM vor. „Ich reite sie zwar erst seit einem knappen Jahr, aber wir haben schon eine so tolle Partnerschaft“, freut sich die Bronzegewinnerin. „Ich werde sie jetzt weiter ausbilden und hoffentlich mit ihr im nĂ€chsten Jahr bei den Jungen Reitern an den Start gehen können.“
 
Das Fazit der kommentierenden Richterin Monique Peutz-Vegter:
„Wir hatten einige GĂ€nsehautmomente wĂ€hrend des Finals der SiebenjĂ€hrigen heute. Wir haben wunderbare Pferde gesehen, die wirklich toll vorgestellt wurden. Der Dressursport hat sich geĂ€ndert und, wie ich finde, in eine wirklich gute Richtung. Die natĂŒrliche Art der Bewegungen steht mehr im Mittelpunkt und das harmonische Miteinander von Pferd und Reiter. Wir brauchen den Fokus auf ‚happy athlet‘.“ Foto (c): Lafrentz


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