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DJM Vielseitigkeit: Silber für Smilla Maline Philipp
05.07.2026
Klein, aber fein präsentierte sich das Starterfeld bei den Deutschen Meisterschaften Vielseitigkeit der Jungen Reiter in Luhmühlen. Die Goldmedaille sicherte sich am Ende Mathies Rüder mit Hjoptimus vor Smilla Maline Philipp mit Promising Pete TSF und Pita Schmid mit Favorita V.
Man könnte sagen: Er kam, sah und siegte. „Ich bin jetzt viele Jahre nicht hier gewesen zur Deutschen Meisterschaft, weil wir immer bei uns auf Fehmarn ein Springturnier hatten. Dieses Jahr hat es vom Termin gut gepasst“, sagte Mathies Rüder. Der 21-Jährige lag bereits nach Dressur und Gelände auf Platz zwei und sicherte sich mit einer Nullrunde im abschließenden Springen und einem Endstand von 29,1 Minuspunkten den Sieg. “Ich war mir eigentlich sehr sicher, dass mein Pferd heute richtig gut in Schuss ist. Auch die letzten Turniere schon war er sehr solide. Allerdings hat er mich an der Dreifachen einmal reell gerettet, das reche ich ihm hoch an. Ich weiß auch nicht, was da los war“, sagte der gelernte Pferdewirt, der bereits Junioreneuropameister in der Vielseitigkeit war und gerade als Reservist für die U21-Europameisterschaften im Springen nominiert wurde. Seinen ersten nationalen Meistertitel gewann Mathies Rüder vor Jahren ebenfalls im Parcours. „Ich war tatsächlich 2014 einmal Deutscher Meister bei den Children und das jetzt in der Vielseitigkeit nochmal wiederholen zu können, das macht Spaß.“ Entscheiden zwischen den beiden Disziplinen möchte ich sich nicht. „Mein Herz schlägt für den Sport mehr, den ich gerade betreibe. Also kann ich mich absolut nicht entscheiden. beides unheimlich viel Spaß und ich habe tolle Pferde in beiden Disziplinen.“ Zu diesen zählt auch der achtjährige Fuchswallach Hjoptimus, mit der seinen Erfolg in Luhmühlen feiern konnte. „Hjoptimus kommt aus dem Stall des Schweden Christopher Forsberg. Ich habe ihn Ende sechsjährig übernehmen können und seitdem sind wir ein Team. In der letzten Saison sind wir schon tolle Prüfungen geritten, hier und da fehlte aber noch das Selbstvertrauen oder die letzte Verbindung. Das haben wir über Winter richtig gut in Schuss bekommen. Luhmühlen war nun schon die zweite Prüfung in diesem Jahr, die wir gewinnen konnten. Und auch Anfang des Jahres hatte ich in England schon tolle Ergebnisse. Wir fühlen uns einfach richtig gut“, sagte Rüder.
Nur ganz knapp verdrängte Mathies Rüder mit seiner Nullrunde die bis dahin führende Elsdorferin Smilla Maline Philipp von der Spitzenposition. Zwar kam auch sie ohne Abwurf ins Ziel, allerdings mit kleinen Zeitfehlern. Mit 30,2 Minuspunkten gab es für sie die Silbermedaille. „Ich hätte auf den Wegen etwas ein bisschen mehr vorwärts galoppieren müssen. Das war ärgerlich, aber dafür ist er sehr gut gesprungen“, sagte die 19-jährige Junioren-Doppeleuropameisterin von 2023. Mit dem Trakehner Promising Pete TSF, mit Felix Etzel Siebter bei den WM der jungen Vielseitigkeitspferde, hat sie einen guten Partner für künftige Aufgaben gefunden. „Er kam letztes Jahr zu mir und wir haben sehr schnell zusammengefunden. Das passt einfach sehr gut, es ist ein gutes Zusammenspiel und harmoniert sehr schön zwischen uns“, sagte sie.
Ebenfalls dank einer Nullrunde gelang in letzter Sekunde auch der Vorjahres-Juniorenmeisterin Pita Schmid aus dem sächsischen Neumark noch der Sprung aufs Treppchen. Mit ihrer bewährten Hannoveraner Stute Favorita V beendete sie die DM mit ihrem Dressurergebnis von 32,3 Minuspunkten. „Ich bin unbedingt davon ausgegangen, dass es noch mit einer Medaille klappt, weil die vor mir alles super Springen waren. Deswegen war mein Fokus eher darauf, hier eine Nullrunde zu reiten und mich etwas zu beeilen, weil ich wusste, dass die Zeit knapp wird“, sagte 19-Jährige, die wie Philipp gerade ihr Abitur gemacht hat, über ihr Edelmetall.
Das Nachsehen hatte in diesem Fall Carl Voigt, Auszubildender am Bundesstützpunkt in Warendorf, mit Descansado. Er musste gleich zwei Fehler im Parcours hinnehmen und fiel um einen Platz auf den vierten Rang zurück. Die zweite Starterin für den PSV Hannover, Emily Johanna Wolfschmitt schied leider aus.
„Bei den Jungen Reitern war die Decke in den letzten Jahren relativ dünn. Jetzt sind da aber einige gute Reiter aus dem Juniorenbereich hochgewachsen, haben den Sprung geschafft und sich hier toll in Szene gesetzt“, zog Bundestrainer Frank Ostholt sein Fazit und ergänzte „Es war gut, dass wir die DM wieder als lange Drei-Sterne-Prüfung ausgetragen haben, damit konnten sich von sechs Paaren fünf die noch fehlende Qualifikation für einen Start bei den Europameisterschaften in Segersjö sichern.“ Angesichts der Qualität seiner Jungen Reiter blickt Ostholt positiv in Richtung Schweden. „Jetzt haben wir noch eine Formüberprüfung in Hamm-Rhynern und wenn es dort genauso gut läuft, sollten wir bei den EM durchaus konkurrenzfähig sein“, sagte er. Pferdesport Deutschland/Hb
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