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CVI Lier: Platz drei für Jannik Heiland

04Mai26
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04.05.2026

Deutsche Voltigierer überzeugen in Belgien

Nach dem CVI in Ermelo führte der internationale Turnierkalender die Voltigierer am Wochenende ins belgische Lier. Das Turnier bot insbesondere für die Seniorklassen eine weitere wichtige Standortbestimmung im internationalen Vergleich, während sich große Teile des Nachwuchsbereichs bereits auf den Preis der Besten in Warendorf am kommenden Wochenende konzentrieren. Alice Layher sicherte sich den Sieg im Senioreinzel, während Lukas Heitmann bei den Junioren einen Doppelsieg feiern konnte.

Wie bereits im Vorjahr setzte sich Alice Layher (Brackenheim) bei den Damen an die Spitze des Feldes. Mit ihrer Stute FBW Candy und Longenführer Daniel Zembrot überzeugte sie vor allem in der Pflicht, in der sie die höchste Wertnote des gesamten Teilnehmerfeldes, auch im Vergleich zur Herrenkonkurrenz, erzielte. Trotz eines kleinen Patzers im Technikprogramm behauptete sie weiterhin knapp die Führung und sicherte sich mit einer starken Kür und einer Endnote von 8,116 klar den Sieg. Dahinter präsentierte sich Jolina Ossenberg-Engels (Altena) mit ihrem langjährigen Verlasspferd Equido Sir PQH an der Longe ihrer Mutter Claudia Döller-Ossenberg-Engels in guter Form und belegte mit einer gelungenen Kür, über die sie sich sichtlich freute, den zweiten Rang (Wertnote: 7,725).
Gianna Ronca (Monheim), Deutsche Meisterin 2025, zeigte auf dem Schimmelwallach Max (Longenführerin: Sarah Krauss) eine harmonische Darbietung und lag zwischenzeitlich auf Platz zwei. Lediglich in der Kür hatte sie mit einem kleinen Wackler zu kämpfen und platzierte sich im Endklassement dann mit einer Gesamtnote von 7,639 auf Rang fünf.

Herren-Konkurrenz: Platz drei für Jannik Heiland

In der Herrenkonkurrenz setzte sich der Niederländer Sam Dos Santos wie auch am vergangenen Wochenende beim CVI in Ermelo an die Spitze des Starterfeldes. Bester deutscher Starter war Bela Lehnen (Moers), der sich mit Formel 1 D.C. an der Longe von Alexandra Knauf mit einer Gesamtwertung von 8,101 Punkten auf Rang zwei platzierte. Der amtierende Deutsche Meister und Vize-Weltmeister der U21 Voltigierer ist seit diesem Jahr bei den Senioren am Start und zeigte insgesamt eine überzeugende Leistung, musste jedoch in der Kür leichte Abstriche hinnehmen, nachdem er seinen geplanten Abgang nicht wie vorgesehen ausführen konnte.
Jannik Heiland (Wulfsen), der im vergangenen Jahr noch den Sieg in Lier feiern konnte, belegte mit dem Hannoveraner Rey Rubino, vorgestellt von Lars Hansen, den dritten Platz (8,097). Nach einem fehlerbehafteten Technikprogramm konnte der 33-Jährige in der Kür wieder zu seiner gewohnten Stärke finden. Auf Platz vier beendete Thomas Brüsewitz (Köln) das Turnier mit einer Endnote von 8,011. Der Deutsche Meister und EM-Silbermedaillengewinner des vergangenen Jahres zeigte mit Max an der Longe von Sarah Krauss solide Umläufe, blieb jedoch insbesondere in der Pflicht etwas unter seinen Möglichkeiten.

Pas-de-Deux: Lindhorst/Richert auf Rang drei

In der 3*-Konkurrenz der Doppelvoltigierer war mit Philine Lindhorst (Hamburg) und Cjell Aaron Richert (Hannover) lediglich ein deutsches Duo am Start. Gemeinsam mit dem Oldenburger Springpferd Chagall und Andrea Lindhorst an der Longe belegten sie mit einer Gesamtwertung von 7,725 Punkten den dritten Platz. Bereits in der ersten Kür rangierten sie mit 7,781 auf Rang drei in der Mitte des Starterfeldes mit sechs Doppelpaaren und konnten diese Platzierung im Finaldurchgang bestätigen.

Junioreinzel: Lukas Heitmann mit Doppelsieg in unterschiedlichen Konstellationen

In der Konkurrenz der Juniorenvoltigierer war Lukas Heitmann (Hamburg) gleich doppelt erfolgreich. Der Silbermedaillengewinner der Weltmeisterschaften 2025 in Stadl-Paura setzte sich mit dem 17-jährigen Adrenalin A (Longe: Kerstin Bock) souverän an die Spitze und gewann die Prüfung mit einer Gesamtwertung von 8,674 Punkten. Besonders im zweiten Kürumlauf glänzte er mit einer Wertnote von 8,905 und unterstrich damit eindrucksvoll seine Form. In einer zweiten Konstellation mit dem Pferd Fuerst Jever und Longenführer Hendrik Brühl belegte Heitmann zudem Rang zwei (7,884) und ließ auch damit die weitere Konkurrenz deutlich hinter sich.
In den Altersklassen der U21- und Juniorvoltigierer war das Teilnehmerfeld aus deutscher Sicht in Lier deutlich kleiner als im Vorjahr. Viele Athletinnen und Athleten verzichteten bewusst auf einen Start, um sich gezielt auf den Preis der Besten am kommenden Wochenende vorzubereiten und dort ihren Leistungsstand zu präsentieren. Pferdesport Deutschland / Carolin Christmann/Vaulting World


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