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Wolfsmanagementplan: Schutz fĂŒr Weidetiere nötig
30.06.2026
Landvolk sieht Fortschritte und fordert konsequentes Bestandsmanagement
Das Landvolk Niedersachsen begrĂŒĂt in seiner Stellungnahme den Entwurf des ersten niedersĂ€chsischen Wolfsmanagementplans und die geplante Inkraftsetzung zum 1. Juli 2026. Positiv bewertet der Berufsstand insbesondere, dass die GrundzĂŒge des Abschusskonzeptes bereits vorab im Dialogforum Wolf vorgestellt und mit den WeidetierhalterverbĂ€nden hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit diskutiert wurden. âFĂŒr die Weidetierhalter ist es wichtig, dass nach Wolfsrissen schnell, pragmatisch und rechtssicher gehandelt werden kannâ, sagt Landvolk-VizeprĂ€sident Jörn Ehlers, Sprecher des AktionsbĂŒndnisses Aktives Wolfsmanagement.
Gleichzeitig sieht das Landvolk weiteren Handlungsbedarf. So seien bislang auch aufgrund der kurzen Zeit nicht alle Möglichkeiten des Bundesjagdgesetzes berĂŒcksichtigt worden. Insbesondere fehle eine Regelung zu den Kriterien fĂŒr Weidegebiete, die spĂ€testens im nĂ€chsten Wolfsmanagementplan ab Juli 2027 aufgenommen werden mĂŒsse. Zudem sei der Entwurf stark auf die Entnahme einzelner Wölfe ausgerichtet. Das Bundesjagdgesetz eröffne jedoch auch den Einstieg in ein aktives Bestandsmanagement. âDer jetzige Plan legt die Grundlagen fĂŒr ein funktionierendes Wolfsmanagement. Er darf aber nicht das Ende der Entwicklung seinâ, betont Ehlers.
Positiv bewertet das Landvolk die Zielsetzung, SchĂ€den in der Weidetierhaltung zu minimieren und gleichzeitig den niedersĂ€chsischen Beitrag zum gĂŒnstigen Erhaltungszustand des Wolfs sicherzustellen. Der Verband unterstĂŒtzt zudem den Begriff des âzumutbar ergriffenen Herdenschutzâ, der der bisherigen Definition des wolfsabweisenden Grundschutzes entspricht. Weitere VerschĂ€rfungen lehnt das Landvolk jedoch ab. âDer bestehende Grundschutz ist fĂŒr viele Betriebe bereits mit erheblichem Aufwand verbunden und stellt einen vernĂŒnftigen Ausgleich zwischen Schutzwirkung und PraktikabilitĂ€t darâ, sagt Ehlers.
Besondere Bedeutung misst der Verband der DeichschĂ€ferei bei. Risse an Schafen auf Binnen- und KĂŒstendeichen sollten automatisch einen Schnellabschuss ermöglichen, da dort hĂ€ufig weder eine vollstĂ€ndige EinzĂ€unung noch der Einsatz von Herdenschutzhunden praktikabel sei. âWer Schafe auf Deichen hĂ€lt, leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz vor Hochwasser und Sturmfluten. Diese besonderen Bedingungen mĂŒssen im Wolfsmanagement angemessen berĂŒcksichtigt werdenâ, unterstreicht Ehlers.
âDer vorliegende Entwurf ist ein wichtiger Schritt hin zu einem rechtssicheren Wolfsmanagement. Entscheidend wird nun sein, die Möglichkeiten des Bundesjagdgesetzes konsequent zu nutzen und die Belange der Weidetierhalter dauerhaft in den Mittelpunkt zu stellenâ, lautet das Fazit in der Stellungnahme Landvolks Niedersachsen. Landvolk Pressedienst
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