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WM Aachen: Gold für deutsches Dressurteam

12Aug.26
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Persönliche Bestleistung für Katharina Hemmer und Denoix PCH

Mit einer starken Mannschaftsleistung holte das deutsche Team um Bundestrainerin Monica Theodorescu den Weltmeistertitel bei der Heim-WM in Aachen. Nachdem Raphael Netz mit Great Escape Camelot und Frederic Wandres mit Bluetooth OLD einen sehr guten Auftakt gefeiert haben, legten die beiden deutschen Teamreiterinnen nach. Im zweiten Teil des Grand Prix gingen heute Katharina Hemmer mit Denoix PCH und Isabell Werth mit Wendy de Fontaine an den Start. Katharina Hemmer und Denoix PCH lieferten eine neue persönliche Bestleistung im Grand Prix, so dass Isabell Werth und Wendy de Fontaine am Ende mindestens 76,259 Prozentpunkte für Gold holen mussten – und das klappte!

Es wurde nochmal spannend am Ende! Als Schlussreiterin für ihr Team hatte die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit ihrer Stute Mount St John Freestyle mit 82,375 Prozentpunkten die Führung in der Prüfung übernommen. Eine starke Runde der britischen Weltmeisterin von 2022 Lottie Fry mit dem 15-jährigen Rapphengst Glamourdale folgte – 80,311 Prozentpunkte lautete das Ergebnis für das Paar, obwohl sie in der Piaffe ein paar Punkte liegen gelassen hatten. Damit brachten sie das Team aus Großbritannien in Führung, denn auch der Brite Carl Hester und Fame hatten zuvor schon mit 77,314 Prozentpunkten ein sehr gutes Ergebnis geliefert. Der amtierende Europameister aus Belgien Justin Verboomen und sein zehnjähriger Zonik Plus überzeugten ebenfalls und setzten sich mit 80,885 Punkten hinter die Dänen Cathrine Laudrup Dufour auf Rang zwei in den Ergebnissen. 

WM-Gold bedeutet direkte Olympiaqualifikation

Für Isabell Werth bedeutete das, dass sie mindestens 76,259 Prozenpunkte holen musste, um für das deutsche Team die Goldmedaille und für sich persönlich den zehnten WM-Titel zu sichern. Und Isabell Werth und Wendy de Fontaine behielten gemeinsam die Nerven. Eine Runde mit tollen Piaffen und Passagen, einem Fehler in den Einerwechseln, sorgte für viel Jubel im Aachener Stadion. Am Ende standen 79,876 Punkte auf der Anzeigetafel und sicherten für das deutsche Team Mannschaftsgold ab. Damit hat Deutschland in der Dressur die direkte Olympiaqualifikation für Los Angeles 2028 in der Tasche. Das Ergebnis nach Punkten ist eindeutig: Gold für Deutschland (235,063 Punkte), Silber für Großbritannien (231,445) und Bronze für Dänemark (229,426).

Katharina Hemmer: Freudentränen zwischen X und G

Auch Katharina Hemmer und Denoix PCH gelang ein fehlerfreier Auftritt im Aachener Stadion, der für Gänsehautmomente sorgte, so sehr strahlten die beiden. Dementsprechend groß war der Jubel anschließend bei der Reiterin, aber auch im Stadion. Mit einem Ergebnis von 79,224 Prozent brachte sie das deutsche Team wieder in Führung. Auch die Bundestrainerin Monica Theodorescu war begeistert von dem Ritt: „Katha war sensationell heute, sie hat wirklich keinen Punkt liegen gelassen bzw auch noch ganz viele Punkte rausgeholt in ihrem allerbesten Grand Prix – und das bei einem Championat. Das ist fast ähnlich wie im letzten Jahr bei den Europameisterschaften. Nur noch auf einem noch besseren Niveau. Es ist beeindruckend, wie sie sich auf den Punkt beim Championat mit ihrem Pferd steigert und Denoix so zum Strahlen bringt. Das ist unglaublich!“ Auch die Reiterin selbst war nicht nur nach ihrem Ritt, sogar schon im Viereck etwas emotional. „Als ich dann raus bin aus der Piaffe wurde es auch ein bisschen emotional, weil ich nur dachte ,was ein krasses Pferd‘! Ich bin so glücklich darüber, was er heute auf die Bühne gebracht hat. Monica hat mich auch gefragt, ,du hast doch nicht geheult Katha?‘ und ich so: ,nur von X bis G‘. Danach war nur noch Freude!“, berichtete sie lachend. 

Die deutschen Herren legten den Grundstein für WM-Gold

Am Dienstagvormittag hatte Raphael Netz mit Great Escape Camelot das deutsche Team mit 73,338 Prozentpunkten nach vorne gebracht. Die beiden waren das beste Paar der ersten Starter pro Nation.   Frederic Wandres zeigte mit Bluetooth OLD einen fehlerfreien Auftritt, der mit 75,963 Punkten belohnt wurde und einmal mehr unterstrich mit welcher Konstanz diese beiden für Deutschland antreten. Frederic Wandres und Bluetooth OLD dürfen sich nun amtierende Team-Europameister, Team-Olympiasieger und Team-Weltmeister nennen. „Nach den Ritten von Frederic und Raphael mit ihren Pferden konnte ich sehr gut schlafen. Die beiden haben das deutsche Team mit sehr schönen Runden in Führung gebracht und die gesamte Equipe hat mir in den vergangenen Tagen, im Trainingslager und in den vergangenen Wochen ein sehr gutes Gefühl gegeben. Ich bin sehr glücklich, dass wir diese Medaille gemeinsam feiern können, denn die Mannschaft und all die Menschen hinter dem Erfolg haben es mehr als verdient“, freute sich Monica Theodorescu über den WM-Titel. Pferdesport Deutschland/evb/sag


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