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Weltcup-Finale Springen: Daniel Deußer auf Platz zwei mit Otello de Guldenboom

13Apr.26
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13.04.2026

Rene Dittmer auf Platz vier


Kent Farrington feiert seinen ersten Sieg im Weltcup-Finale der Springreiter mit seiner überragenden Oldenburger Stute Greya nach einem spannenden Weltcup-Finale in Fort Worth. Daniel Deußer und Otello de Guldenboom sichern sich mit zwei fehlerfreien Runden am Finaltag den zweiten Rang. Sein Final-Debüt beendet Rene Dittmer mit Cody auf Platz vier. Dank zwei Nullrunden am Finaltag konnte sich Richard Vogel mit Gangster Montdesir Rang neun sichern.

Im ersten Umlauf bewiesen Daniel Deußer und Otello de Guldenboom ihre starke Form und blieben als eines von nur fünf Paaren in dem anspruchsvollen Parcours fehlerfrei. So schoben sie sich auf den zweiten Platz – vor dem zweiten Umlauf. Mit einer Bilderbuch-Runde sicherte sich der 44-Jährige den zweiten Platz. 
Auch Rene Dittmer und der elf Jahre alten Cody blieben im ersten Ablauf ohne Abwurf, wie so vielen andere Paare mussten sie aber einen Zeitfehler mit in die Wertung nehmen. Mit neun Punkten starteten sie in den finalen zweiten Umlauf und blieben fehlerfrei. Eine sensationelle Premiere beim Weltcup-Finale ist Rene Dittmer aus Stade mit dem Holsteiner Cody geglückt. Fuchs Cody ist elf Jahre alt und stammt aus der Zucht von Sören von Rönne. Bemerkenswert ist, welche Beständigkeit die beiden im Weltcup-Finale in jeder Runde gezeigt haben. Fast hätte es sogar für einen Treppchenplatz gereicht. Die Amerikanerin Katherina A. Dinan und Out of the Blue SCF sammelten in den drei Wertungsprüfungen nämlich ebenfalls neun Strafpunkte, waren aber im finalen Umlauf eine gute Sekunde schneller und sicherten sich somit Platz drei. 

Ebenfalls zwei Nullrunden gelangen dem 29 Jahre alten Richard Vogel mit dem noch vergleichsweise unerfahrenen Gangster Montdesir. Den Kannan-Sohn hat erst seit einigen Monaten in seinem Beritt und ist begeistert von seinem Talent: „Er versucht immer mehr als 100 Prozent zu geben. Ich habe ihn leider an den ersten beiden Tagen nicht besser geritten, sodass wir nicht weiter vorne stehen. Er hätte es verdient. Zum Glück ist es mir aber heute gelungen, zwei Nullrunden mit ihm zu zeigen. Was er alles kann, hat er heute auf diesem Top-Niveau unter Beweis gestellt“, lobte Richard Vogel seinen zehn Jahre alten Gangster Montdesir und verriet, dass er langfristig mit ihm plant. Am Ende standen 18 Punkte für ihn auf der Ergebnisliste und damit Platz neun.

„Ich bin super happy mit drei Reitern in den Top Ten. Daniel Deußer hat sich den zweiten Platz hinter Kent Farrington mit sehr guten Leistungen mit Otello de Guldenboom mehr als verdient. Rene Dittmer ist überragend geritten und ist mit dem vierten Platz belohnt worden. Nur aufgrund der Zeit steht er nicht auf dem Treppchen. Und Richard Vogel hat sich durch starke Leistungen am Finaltag nach vorne in die Top Ten gebracht. Ich fahre rundum zufrieden von diesem Weltcup-Finale zurück. Es war ein sehr gutes Turnier mit sehr guten Bedingungen und einem sehr gut gebauten Parcours“, lobte Bundestrainer Otto Becker die Leistung der deutschen Reiter und die der Veranstalter.
Für Patrick Stühlmeyer und PS Baloutaire endete das Weltcup-Finale im ersten Umlauf überraschend am Einsprung der zweifachen Kombination. Nach zwei Verweigerungen schied das Paar, das sich ebenfalls in guter Verfassung an den Vortagen gezeigt hatte, leider aus.

Zahlen und Fakten: Wertung, Parcours, Preisgeld

In dem mit 750.000 Euro dotierten Springen standen 28 Paare auf der Startliste für den ersten Umlauf. 13 Hindernisse warteten in dem 430 Meter langen Parcours auf die Pferd-Reiter-Paare, darunter eine zwei- und eine dreifache Kombination. Insgesamt galt es also 16 Sprünge zu überwinden. Die Entscheidung im Finale war schlussendlich auch eine Kraft- und Konditionsfrage. Denn auch im zweiten Umlauf stellte Parcoursbauer Anderson Lima (MEX) mit seinem Team den Wettbewerbern reelle Aufgaben. Zwölf Hindernisse mit 15 Sprüngen auf 370 Metern galt es in maximal 60 Sekunden fehlerfrei zu überwinden, um vorne mitzumischen. Die 20 punktbesten Paare aus den beiden vorherigen Wertungsprüfungen und dem heutigen ersten Umlauf zogen in den zweiten Umlauf ein. Nur drei Paaren gelang es in beiden Umläufen fehlerfrei zu bleiben: Katherine A. Dinan und Out of the Blue SCF, die die Prüfung auch für sich entscheiden konnte, Daniel Deußer und Otello de Guldenboom sowie Richard Vogel mit Gangster Montdesir. Pferdesport Deutschland/sag


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