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Pony-EM Le Mans: Anna von Helldorff im Bronze-Team der deutschen Vielseitigkeitsreiter
02.08.2026
Das deutsche Vielseitigkeitsteam hat bei den Pony-Europameisterschaften in Le Mans/Frankreich den Vorjahreserfolg wiederholt und erneut die Bronzemedaille gewonnen. Als beste Deutsche belegte Lea BrĂŒgger mit Golden Girlâs Nelly Platz zehn in der Einzelwertung.
Den Grundstein fĂŒr ihren Medaillenerfolg legte das deutsche mit dem besten Dressurergebnis aller Teams mit der Deutschen Meisterin Lea BrĂŒgger (Ascheberg) und Golden Girlâs Nelly an der Spitze. Beste und schnellste deutsche Teilnehmerin war die DM-Dritte Anna von Helldorf (Oerel). Mit dem bewĂ€hrten Marlon kam sie nur sechs Sekunden zu langsam ins Ziel und rĂŒckte damit vor dem Springen in PodiumsnĂ€he. Zuvor hatten bereits Charlotte Eilers (BarĂel) mit Nadeshi das Ziel sicher und mit nur 8,0 Zeitfehlern das Ziel erreicht. Pech hatten das erste und das letzte deutsche Paar: Justus Hayessen (Stauffenberg) und Miss Windsor schieden bereits frĂŒh im Kurs aus, Lea BrĂŒgger kassierte als Schlussreiterin am Wasser 20 Minuspunkte fĂŒr eine Volte. Nach einem Tiefsprung war Golden Girlâs Nelly etwas aus der Balance geraten, so dass die Reiterin vor dem nĂ€chsten Sprung abwenden musste. Trotz einer schnellen Zeit fiel sie damit im Ranking zunĂ€chst auf Platz 19 zurĂŒck.
Bronze trotz RĂŒckschlĂ€gen
Mit diesen Ergebnissen musste das deutsche Team sowohl den Iren als auch Frankreich den Vortritt lassen. Die gastgebenden Franzosen waren die Einzigen, die mit allen vier Reitern das GelĂ€nde beendeten und am Ende souverĂ€n den Vorjahrestitel verteidigten. Ihr Endstand: 120,5 Minuspunkte. Alle ĂŒbrigen Teams traten zum Springen nur noch mit drei Paaren an. Mit nur einer Fehler-Runde kamen fĂŒr die Iren acht Minuspunkte im Parcours hinzu: 123,8 Minuspunkte. Damit hĂ€tten die Deutschen zwar theoretisch noch Chancen auf Silber gehabt â dazu hĂ€tte es allerdings drei Nullrunden gebraucht. Diese aber gelang nur Lea BrĂŒgger, die mit Golden Girlâs Nelly damit in die Top Ten aufrĂŒckte (45,6 Minuspunkte/Platz zehn).
Wie schon im GelĂ€nde kamen fĂŒr Charlotte Eilers und Nadeshi im Springen acht Strafpunkte hinzu (47,7 Minuspunkte/Platz 16). Besonders Pech hatte Anna von Helldorff. Als Dritte nach Dressur und GelĂ€nde lag eine Medaille in Reichweite, allerdings fielen bei ihrem Ritt gleich vier Mal die Stangen. Das bedeutete 59,9 Minuspunkte und damit Platz 19 fĂŒr die ein Jahr jĂŒngere Cousine von Lilli von Helldorff, die in Le Mans mit dem deutschen Pony-Dressurteam zeitgleich Gold gewinnen konnte. Wie in der Teamwertung blieb auch im Einzel die Goldmedaille in Frankreich. Sie ging an die Noa Pelle mit Gin GT la Templerie von Platz, Sie startete von Platz zwei in der Dressur, ĂŒbernahm im GelĂ€nde die FĂŒhrung und behauptete die Spitzenposition mit einer Nullrunde im Springen (30,8 Minuspunkte). Auf den Silberrang arbeitete sich die Irin Anna Radford mit Essenar Double Dutch nach vorne (34,7), gefolgt von der italienischen Einzelreiterin Isabella Giovannoni mit Clonberne Leedy (39,2), die damit Bronze holte.
Höhen und Tiefen fĂŒr deutschen Einzelreiterâš
Einen Platz hinter von Helldorff beendete die erst 13-jĂ€hrige Einzelreiterin Greta Marie Löhr aus Rhede mit dem bewĂ€hrten Rathcline Dream (54,3/Platz 20). Etwas Pech hatte die dritte westfĂ€lische Reiterin, Franziska Niehoff. Nach einem guten Dressurstart musste die MĂŒnsteranerin mit ihrer Schimmelstute Metallica SGN gleich zwei VorbeilĂ€ufer im GelĂ€nde hinnehmen und kam damit trotz nur eines Abwurfs im Springen nicht ĂŒber Platz 33 hinaus. Nach der EM zog der zustĂ€ndige Bundestrainer RĂŒdiger Rau ein positives Fazit: âIch bin im Prinzip sehr zufrieden und habe mich fĂŒr unsere Reiter ĂŒber die Team-Bronzemedaillen sehr gefreut. Wir sind mit fĂŒnf neuen Paaren nach Frankreich gefahren, die sich hier gut behauptet haben. Die Dressurleistungen waren allesamt sehr gut, wenn auch die Notengebung insgesamt etwas diskussionswĂŒrdig war. Das GelĂ€nde war stramm aufgebaut und erzeugte den nötigen Respekt. Es gab allerdings auch zahlreiche Alternativen. Nach dem Runterfaller von Justus Hayessen hatte Charlotte Eilers Order, die Alternative zu reiten, und hatte daher Zeitfehler. Der Druck war dadurch natĂŒrlich auch fĂŒr Anna und Lea recht hoch, die das aber toll geregelt haben. Auch Lea, die trotz ihres Pechs am Wasser, sehr schnell unterwegs war. Das Springen war nochmal sehr anspruchsvoll, auch hier sind generell viele Fehler gemacht worden. Unser Reiter, auch die Einzelreiter, haben insgesamt einen guten Job gemacht, haben wertvolle Erfahrungen gesammelt, auf die man aufbauen kann. Pferdesport Deutschland/Hb
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