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Fachtag des Kompetenzteam Therapeutisches Reiten 2026: Austausch und neue Erkenntnisse
01.06.2026
„Best practice“ konnten die 30 Teilnehmerinnen beim Fachtag des Kompetenzteams Therapeutisches Reiten vom Pferdesportverband Hannover auf dem Hof Sichtermann in Burgdorf ganztägig am Dienstag, den 26. Mai 2026 erleben.
„Seit 1997 vereint der Hof Sichtermann Physiotherapie, Osteopathie und verschiedene Angebote rund ums Pferd unter einem Dach. Gegründet aus einer Vision, bietet der Familienbetrieb ganzheitliche Therapiekonzepte, bei denen der Mensch und die Heilkraft der Pferde im Mittelpunkt stehen“.
Stefanie Sichtermann, Physiotherapeutin, Hippotherapeutin und Osteopathin für Schwangere, Babys, Kinder und Erwachsene mit pränatalpsychologischen Fortbildungen schilderte eindrucksvoll die Entstehungsgeschichte des Hofes und informierte über ihren Arbeitsbereich: die physiotherapeutische Praxis und die Osteopathie.
Hannah Sichtermann, Pferdewirtin, Trainerin B Reiten, Bewegungstrainerin (EM), Ausbilderin im Reiten als Sport für Menschen mit Behinderung (DKThR) sowie Reittherapeutin (Equimotion) stellte die vielschichtigen Angebote des Reitbetriebes, für den sie verantwortlich zeichnet, vor. Diese bestehen aus therapeutischem Reiten, Reiten als Sport für Menschen mit Behinderung, Reitunterricht für Kinder und Erwachsene, Bewegungstraining nach Eckard Meyners, Ponykurse für Kinder sowie Beritt und Pferdeausbildung.
Außerdem gibt es eine Kooperation mit der „Voltigiergemeinschaft e.V. Hof Sichtermann“ und deren drei Voltigierpferden. Die Vereinsstruktur dieser Gemeinschaft eröffnet in Bezug auf die Einwerbung von Fördermitteln andere Möglichkeiten, als die Arbeit in den eigenständigen Bereichen der physiotherapeutischen Praxis und des Reitbetriebes.
Experten stellen ihre Fachbereiche vor
Die Fachtagsteilnehmerinnen wurden in der entsprechend mit Bestuhlung und Technik ausgestatteten Reithalle umfassend informiert und stellten zahlreiche vertiefende Anfragen, die von Stefanie und Hannah Sichtermann und den weiteren, für Teilbereiche der Angebotspalette zuständigen Mitarbeiterinnen beantwortet wurden. Im Gesamtteam von Reiterhof und Praxis sind 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen viele an der Begleitung der Fachtags-Gruppe beteiligt waren.
Die Inhalte und Ausführungen zu den Fachbereichen, die durch die verschiedenen qualifizierten Experten vermittelt wurden, waren sehr ausführlich, so dass für die Fachtagsteilnehmerinnen unterschiedlicher Bereiche (Therapeuten, Institutionen, Vereine etc.) ein differenzierter Erkenntnisgewinn möglich wurde.
Eine umfassende Hofführung mit Vorstellung der vierzehn Lehrpferden, Therapieponys und Voltigierpferden, den Hofweiden, dem Außenreitplatz, den Wegen ins Ausreitgelände sowie des Bällebads rundete das Vormittagsprogramm ab. Das Mittagessen, Tomatensuppe mit selbstgebackenem „Hofbrot“ und vielfältigsten Brotaufstrichen, zubereitet von der Mutter von Stefanie Sichtermann, stärkte hervorragend und die lange Tafel auf dem „Praxisweg“ lud ein und regte zu intensivem Austausch an.
Anregung für weitere Aktivitäten und Fortbildungen
Der Nachmittag stellte den Fachtagsteilnehmerinnen praktische Fragen, die sie in vier Gruppen mit acht Pferden, acht Anleiterinnen, unterschiedlichen Aufgabenstellungen und somit gewonnenen Erfahrungen beantworten konnten. Zentrale Ausgangsfrage war: „Welche Auswirkungen können verschiedene Aufgabenstellungen hinsichtlich Ort und Pferde (Rasse, Größe, Alter, Ausbildungsstand, Farbe, Charakter) auf das Therapiegeschehen haben?“ In der Reithalle beim Slalom, im Storchenpaddock, auf der Winterwiese und beim Gang durch das Dorf konnte das mit den verschiedenen Pferden und Anleiterinnen erfahren werden. Eine intensive Reflexionsrunde vertiefte die gewonnenen Eindrücke. Nach einer Kaffeepause und den Berichten der Teilnehmenden von ihren Praxis-und Einsatzstätten wurde sich über weitere mögliche Aktivitäten und Fortbildungsanregungen für diesen Fachbereich ausgetauscht.
Den Ausrichterinnen der Veranstaltung und ihrem Team, den Mitgliedern des Kompetenzteams Therapeutisches Reiten beim PSV Hannover und der Geschäftsstellen-Vertreterin Alyona Bilan wurde ein weiterhin bestehendes Interesse an Weiterbildungsveranstaltungen signalisiert, wie z.B. psychotherapeutisch ausgerichtete pferdgestützte Arbeit, ergotherapeutisch pferdgestützte Arbeit, Ausschreibungen und Veranstaltungen von Reitwettbewerben für Menschen mit besonderen Bedürfnissen bzw. inklusiv ausgeschriebene Wettbewerbe wurden genannt. Eine Palette von Wünschen und Ideen: Das Kompetenzteam und die VertreterInnen der Geschäftsstelle werden weitere „Best practices“ suchen und finden – also immer wieder in die Veröffentlichungen des PSV Hannover schauen. G. Eickmeyer, Fotos: Eickmeyer
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