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EM Dressur: Gold für deutsches Dressurteam

29Aug.25
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29.08.2025

Gold für Deutschland: Am Ende wurde es noch richtig spannend, aber das deutsche Team gewann Gold bei den Europameisterschaften im französischen Crozet. Isabell Werth gelang als letzter Starterin für das deutsche Team mit Wendy de Fontaine ein fehlerfreier Auftritt. 

Deutschland lag in Führung. Aber das deutsche Team musste noch zittern, denn nach Isabell Werth (Rheinberg) und Wendy folgte das Weltmeisterpaar von 2022, die Britin Charlotte Fry und Glamourdale. Doch am Ende fehlten ein paar Punkte, so dass das britische Team nicht mehr am deutschen Team vorbeizog. Mit 229,644 Punkten gewann Deutschland mit Isabell Werth mit Wendy, Frederic Wandres mit Bluetooth OLD, Katharina Hemmer mit Denoix PCH und Ingrid Klimke mit Vayron NRW Gold vor der Mannschaft aus Großbritannien (226,785). Bronze ging an das dänische Team (223,385). Damit gewann die deutsche Mannschaft die 26. Mannschafts-Goldmedaille bei einer Dressur-EM.

„Dass das knapp werden würde, war mir ehrlich gesagt vorher sehr klar. Ich glaub es war selten so offen wie in diesem Jahr. Wir haben alle bis zuletzt gefiebert“, sagte Isabell Werth nach der Entscheidung. „Es war sehr spannend, deshalb sind wir auch umso glücklicher mit der Entscheidung.“ Isabell Werth und Wendy wurden für ihren Ritt mit 79,225 Prozentpunkten belohnt. Besser im Grand Prix war am Ende nur die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit der Hannoveraner Stute Mount St John Freestyle und 80,823 Prozentpunkten. 
Deutschland war nach dem ersten Tag bei den Europameisterschaften im kleinen Bergdorf Crozet in Führung gegangen. Ingrid Klimke mit Vayron NRW und Katharina Hemmer mit Denoix PCH legten mit ihren Ritten am ersten Tag des Grand Prix gut vor. Vor allem EM-Newcomerin Katharina Hemmer (Erwitte) sorgte mit ihrem Ritt für die nötigen Prozente. Die Richter belohnten ihre Vorstellung mit dem 13-jährigen Oldenburger Denoix PCH mit 75,699 Punkten – Platz sieben am Ende aller 62 Teilnehmer. Ingrid Klimke, die Reitmeisterin aus Münster hatte mit ihrem Vayron NRW keinen optimalen Start in die EM erwischt: 69.348 Punkte und Platz 28 am Ende.

Am Entscheidungstag musste Frederic Wandres (Hagen a.T.W.) mit seinem 15-jährigen Oldenburger Bluetooth OLD aus dem Stall Kasselmann als erster Reiter für das deutsche Team in das Dressurviereck. Nicht alles gelang perfekt und so war das Fazit von Mannschaftsolympiasieger Frederic Wandres nach seinem Ritt: „Gut, aber es geht noch besser.“ Ein paar Stolperer in den Wechseln kosteten wertvolle Punkte. „Es waren keine richtigen Fehler, aber es war nicht ideal, nicht wie wir es können. Ansonsten war das eine frische Nummer. Bluetooth trabte gut, alles schön im Gleichmaß, in der Anlehnung, es war ein gutes Gefühl, aber es muss natürlich ohne Fehler stattfinden,“ sagte Wandres. Mit 74,721 Punkten beendeten sie den Grand Prix am Ende auf Platz neun.

Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte die Goldmedaille vorab schon als Ziel vorgegeben – Fazit: Mission Gold erfüllt. Sie sagte dazu: „Ziele muss man haben, die Pferde gingen gut, waren alle gut in Schuss. Bei Zweien waren es ein paar Kleinigkeiten. Bei Vayron, das war ein bisschen blöd, aber so ist es mit Pferden“, sagte sie zu den Auftritten von Frederic Wandres, Katharina Hemmer und Ingrid Klimke. Ihr Vayron NRW war bei seinem Championatsdebüt am Vortag etwas umweltorientiert und teilweise abgelenkt. „Wendy war dafür ohne Fehler mit ganz vielen Stärken, das war richtig gut“, so ihre Analyse. fn-press


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