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DM Springen: Christian Kukuk ist Deutscher Meister

07Juni26
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Olympiasieger gewinnt Gold vor Marco Kutscher und Maximilian Lill

In einem spannenden Stechen wird Christian Kukuk mit Akarad Tivoli Z zum ersten Mal Deutscher Meister der Springreiter. Silber geht an Marco Kutscher mit Cool Fox, der schon die erste Wertung am Freitag gewonnen hatte, Bronze an Maximilian Lill mit Casallco’s George PS.

Nach zwei Umläufen am Freitag und zwei Umläufen am Finaltag hatten nur diese drei Reiter keinen einzigen Strafpunkt auf ihrem Konto. So entschied sich im Stechen, wer die Medaillen bekommt. Als erster Starter ritt Maximilian Lill mit Casallco’s George PS in den 300 Meter langen Stechparcours. Er fing rasant an, aber am Einsprung der Kombination fiel eine Stange, zwei weitere folgten, so dass er mit zwölf Strafpunkten den Parcours beendete. „Mein Pferd ist nicht so schnell im Stechen, ich habe vielleicht etwas zu viel riskiert heute“, sagte Maximilian Lill, der als Junior schon mal Deutscher Meister geworden war.

Als nächster Starter kam der Olympiasieger von Paris, Christian Kukuk, in den Stechparcours. Mit seinem zehnjährigen Wallach Akarad Tivoli Z war er flott und fehlerfrei unterwegs. Bei 36,86 Sekunden stoppte die Uhr. Das setzte Marco Kutscher unter Druck. Der 51-Jährige hatte die erste Wertungsprüfung der DM gewonnen und schon gezeigt, dass er und sein elfjähriger Holsteiner Cool Fox von Colman gut drauf sind. Er startete flott, ritt mit viel Risiko zu Sprung drei und da fiel dann die Stange, eine weitere folgte – acht Strafpunkte am Ende für die beiden und damit Silber und der Vize-Titel. „Fox hat mich dieses Wochenende ein bisschen überrascht. Es macht mich sehr stolz, dass er vier fehlerfreie Runden gezeigt hat“, freute er sich über die Leistung seines Pferdes.

Für Christian Kukuk bedeuteten die Fehler von Marco Kutscher Gold: Es ist sein erster Deutscher Meistertitel! „Ich habe versucht die Erwartungen etwas im Zaum zu halten, ich weiß über die Qualität meines Pferdes, aber ich kenne ihn erst seit vier Monaten und wusste nicht, ob die Abstimmung mit ihm dann wirklich schon so fein funktioniert, um wirklich auf dem Level schon zu bestehen, dass wir aufs Treppchen kommen. Doch ich habe alle Tage ein super Gefühl mit ihm gehabt“, sagte er nach seinem Sieg. „Die Abstimmung ist tatsächlich noch nicht so perfekt, wie ich es mir vorstelle, aber er macht das mit seiner unglaublichen Qualität wett, er kann wirklich aus allen Lebenslagen springen und ist ein außergewöhnliches Pferd und hat großes Potential, um irgendwann ein Championatspferd zu werden“, schwärmt er von dem Wallach.

Kukuk widmet Titel seiner verstorbenen Mutter

Außerdem berichtet der neue Deutsche Meister, dass er den Titel seiner verstorbenen Mutter widmet: „Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich war vor neun Jahren das letzte Mal hier, da war meine Mutter mit mir hier, und für sie war Balve immer ein ganz besonderes Turnier. Ich wusste damals schon, dass es wahrscheinlich ihre letzte Deutsche Meisterschaft ist und so war es am Ende auch. Ich lag damals vorne, in der letzten Runde sind zwei Fehler passiert, das war eine Riesen-Enttäuschung für mich. Deswegen bin ich umso stolzer bei der ersten Wiederkehr nach Balve ihr diesen Titel widmen zu können.“

Der Titelverteidiger, Mario Stevens aus Molbergen hatte im vergangenen Jahr mit Hannoveraner-Wallach Starissa FRH von Stakkato Gold den Titel gewonnen. Er zählte nach der ersten Wertungsprüfung und dem ersten Umlauf noch zu den vier Reitern, die komplett ohne Strafpunkte waren. Im zweiten Umlauf fiel dann allerdings die Stange am Einsprung der Kombination und der Traum von einem weiteren Meistertitel nach 2018, 2022 und 2025 war geplatzt. Es wurde der vierte Platz am Ende der DM für den 43-Jährigen. Kevin Martsch (PSV Syke-Osterholz) ritt mit Montanus Culina auf Platz 18.


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