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Hans-Heinrich Meyer zu Strohen zum Reitmeister ernannt
09.08.2026
Für Hans-Heinrich Meyer zu Strohen ist Ausbildung weit mehr als die Vorbereitung auf Prüfungen und Championate. Der Pferdewirtschaftsmeister und langjährige Bundestrainer Nachwuchs Dressur steht seit Jahrzehnten für eine Arbeit, die Reiterinnen und Reiter ebenso entwickelt wie Pferde: leidenschaftlich und konsequent, mit Menschlichkeit und unermüdlichem Einsatz. Diese Lebensleistung wurde nun in Verden mit einer besonderen Ehrung gewürdigt. Im Rahmen der Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde ernannte Prof. Dr. h.c. Martin H. Richenhagen, Präsident von Pferdesport Deutschland, den gebürtigen Osnabrücker zum Reitmeister.
„Außergewöhnliche Trainerkarriere“
Der Ehrentitel Reitmeister unterstreicht den außergewöhnlichen Stellenwert, den Meyer zu Strohen als Ausbilder im deutschen Dressursport einnimmt. „Der Titel steht für außergewöhnliches reiterliches Können, für die Kunst der Ausbildung, für Verantwortung gegenüber dem Pferd und für die Fähigkeit, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu prägen“, sagte Cornelia Albrecht. Umringt von zahlreichen Weggefährten und Schülern Meyer zu Strohens hielt die Vorsitzende der AG Nachwuchs Dressur von Pferdesport Deutschland eine bewegende Laudatio auf den neuen Reitmeister. „Mit der Verleihung des Reitmeistertitels wird heute nicht nur eine außergewöhnliche Trainerkarriere gewürdigt, es wird ein Lebenswerk ausgezeichnet, das den deutschen Dressursport nachhaltig geprägt hat und dessen Wirkung noch viele Jahre spürbar sein wird.“
Die Grundlage für seine Trainerlaufbahn legte Meyer zu Strohen früh. Nach seiner Ausbildung beim Hannoveraner Verband, internationalen Stationen in den USA und an der Spanischen Hofreitschule in Wien übernahm er 1986 die Leitung der Landesreitschule Hoya. Es folgten zahlreiche Aufgaben im Landes- und Bundestrainerbereich. Seit 2001 ist er Bundestrainer der U18-Dressurreiter, seit 2006 betreut er zusätzlich die Jungen Reiter. Heute kümmert er sich unter anderem um Junioren, Junge Reiter und U25-Reiter in der Dressur. Mit der ihm eigenen Geradlinigkeit, Verlässlichkeit und unaufgeregten, immer bescheidenen Bodenständigkeit vermittelt er am Bundesstützpunkt Warendorf in Lehrgängen und im täglichen Training eine klassische Ausbildung, in der Reiter und Pferd als Team wachsen.
186 EM-Medaillen unter seiner Führung
Unter seiner Führung haben seine Reiterinnen und Reiter bei Europameisterschaften 186 Medaillen gewonnen, eine Bilanz, die ihresgleichen sucht. „Wer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen kennt, weiß: Sein größter Erfolg lässt sich nicht in Medaillen messen. Es sind die jungen Menschen, denen er Orientierung gibt, die Talente, die er erkennt, lange bevor sie im Rampenlicht stehen. Er ist kein Trainer, der Sieger produziert, sondern ein Mentor, der Menschen entwickelt“, sagte Cornelia Albrecht.
Auch in der Ausbildung junger Pferde setzt Meyer zu Strohen Maßstäbe. So war er selbst bis 2003 im Turniersport erfolgreich und ist Träger des Goldenen Reitabzeichens. Es sind gerade die jungen Pferde, deren Potenzial er mit außergewöhnlichem Sachverstand und feinem Gespür entdeckt und entwickelt. „Du bist den Pferden stets mit größtem Respekt begegnet und hast der Reiterei Werte vermittelt, die weit über den Sport hinausreichen“, so Albrecht. Pferdesport Deutschland/Hb, Foto (c): Pferdesport Deutschland
Zum Hintergrund:
Der Titel Reitmeister wird auf Vorschlag von Pferdesport Deutschland oder einer der Mitgliedsverbände für herausragende Leistungen im Sattel, langjährige herausragende Ergebnisse als Ausbilder von Spitzenreitern und -pferden, herausragende eigene reiterliche Leistungen sowie nachahmenswertes Engagement für den Reitsport verliehen. Mit Hans-Heinrich Meyer zu Strohen beträgt die Zahl der noch lebenden Reitmeister in Deutschland 23, daneben gibt es acht Fahr- und acht Voltigiermeister.
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