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Balve: Isabell Werth mit weniger Kontrolle zum Titel
06.06.2026
Mit Wendy de Fontaine zum 19. Gold bei Deutschen Meisterschaften
Isabell Werth und Wendy de Fontaine werden für ihren Weg „weg von der Kontrolle“ mit Gold belohnt. Frederic Wandres und Bluetooth OLD sichern sich Silber vor dem Newcomer-Paar Charlott-Maria Schürmann mit Dante’s Pearl OLD. Als Isabell Werth mit Wendy de Fontaine als letzte Starterin in den Grand Prix Special ritt, war ihr der Deutsche Meistertitel schon sicher. Mit dem zehn Jahre alten Oldenburger Viva Gold hatte sie sich bereits an die Spitze des 17-köpfigen Teilnehmerfeldes geschoben. Sie konnte sich also nur noch selber schlagen. Und das tat sie auch mit ihrer Olympia-Partnerin Wendy de Fontaine. Mit 81,510 Prozent beendeten die beiden den Special.
Besonders freute sie sich über die gemeinsame Entwicklung mit Wendy. „Wir kommen immer mehr zur Gelassenheit, zu mehr Ruhe und können damit vielmehr erreichen als mit Kontrolle“, erklärte die nun 19-fache Deutsche Meisterin. „Unser Weg über die vergangenen Wochen hat sich bestätigt. Sie war heute von der Atmosphäre her angeheizt, aber wir haben uns in der Prüfung mehr und mehr gefunden. Ich wollte sie zuletzt in den Galoppwechseln immer mehr kontrollieren und habe aber gemerkt, dass wir dann immer nur noch angespannter werden. Mehr Ruhe bringt uns weiter“, betonte Isabell Werth. Besonders zufrieden ist sie auch mit der Entwicklung von Viva Gold OLD, den sie seit knapp anderthalb Jahren reitet und der in dieser Zeit eine rasante Entwicklung hingelegt hat. 2025 siegten die beiden im Finale des Louisdor-Preises, nun zeigten sie den zweitbesten Grand Prix Special (77,823 Prozent) bei der Deutschen Meisterschaft. „Er ist außergewöhnlich talentiert und leistungsbereit. Er bringt alles mit und wir stimmen uns immer feiner ab. Mit etwas mehr Muskulatur und Kraft wird er noch besser werden.“ Hinzu komme, dass der Fuchshengst über die Zeit auch weiter an Routine gewinne.
Silber für Frederic Wandres und Bluetooth
OLD Für Frederic Wandres ist es die achte Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft. Wie im vergangenen Jahr sicherte er sich mit Bluetooth OLD Silber im Spezial (77,686). „Im heutigen Starterfeld ist er eins der älteren Pferde. Dabei ist er sehr konstant und ich kann alles bei ihm immer abrufen. Er war heute frischer als im Grand Prix und ich bin – trotz eines kleinen Fehlers in den Einerwechseln – sehr zufrieden. Es war eine sehr energiereiche und gute Runde“, freute sich Frederic Wandres.
„Dante’s Pearl ist ein absolutes Geschenk. Ich genieße jede Minute mit ihr, denn sie ist mein Once-in-a-lifetime-horse. Ich bin ganz stolz auf ihre Entwicklung. Wir reifen von Prüfung zu Prüfung und ich bin sehr froh, dass wir seit fünf Jahren diesen Weg gemeinsam gehen“, schwärmte Charlott-Maria Schürmann von ihrer schicken Dante Weltino-San Amour-Tochter mit der sie Bronze gewann (76,431). Am Sonntag werden sie in Balve erstmals ihre Kür zeigen. Das Motto lautet „Year of the fire horse“. Isabell Werth wird mit Viva Gold OLD in der Kür starten und ihre Neil Diamond-Kür zeigen. Wendy de Fontaine setzt sie bewusst nicht in der Kür ein, da sie die Ruhe, die die beiden sich in den vergangenen Wochen erarbeitet haben, beibehalten möchte. Monica Theodorescu war nach dem Grand Prix Special sehr zufrieden. Ebenso Chef-Richter Henning Lehrman, der das gute Reiten hervorhob. „Das hier hat richtig Spaß gemacht. Wir hatten viele schöne Runden, viele gute Pferde und wirklich gutes Reiten.“ Besonders freuten sich beide auch über die sehr guten Ergebnisse, der jüngeren Reiter wie Semmieke Rothenberger mit ihrem Farrington auf Platz fünf und Raphael Netz mit seinen beiden Pferden DSP Dieudonné und Great Escape Camelot auf den Plätzen sechs und sieben. Pferdesport Deutschland/sag
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