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Richard Vogel siegt im Großen Preis von Aachen 2026

25Mai26
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Sophie Hinners und Iron Dames Singclair auf Platz drei

Freudentränen bei Richard Vogel: Der 29-Jährige hat mit seinem Westfalen United Touch S den Großen Preis von Aachen gewonnen – und sich damit einen Lebenstraum erfüllt. Schon am Morgen habe Richard Vogel daran gedacht, dass es der heutige Tag besonders werden könnte. Nämlich ein Tag, an dem er mit United Touch S Geschichte schreiben könnte.

Dass es ihm gelungen ist, überwältigte den amtierenden Europameister im Springreiten. „Ich bin sonst nicht so emotional. Doch Aachen ist mein absolutes Lieblingsturnier. Das Publikum feiert uns und gibt den Pferden und den Menschen wirklich Flügel. Sie feuern uns so sehr an. Das lässt auch die Pferde solche Spitzenleistungen bringen“, bedankte sich Richard Vogel bei dem Aachener Publikum.
Der Sieg im Großen Preis spült Richard Vogel 450.000 Euro Preisgeld in die Kasse, und zudem 500.000 Euro als Prämie für seinen zweiten Sieg in Folge im Rolex Grand Slam. Im März hatte Richard Vogel die Dutch Masters gewonnen, nun hat er als Zweiter Reiter in der Geschichte die Chance Grand Slam-Champion zu werden. Das entscheidet sich im September in Spruce Meadows. Doch daran denkt Richard Vogel aktuell noch nicht. Er möchte den Moment genießen. „Mein ganzes Team arbeitet auf Tage wie den heutigen hin. Der Sieg ist ein Teamerfolg und ohne United Touch S wäre all dies nicht möglich. Er ist so ein schlaues und sensibles Pferd. Er weiß ganz genau, worum es geht“, charakterisierte Richard Vogel den 14 Jahre alten Hengst aus der Zucht von Julius-Peter Sinnack. „Es wird dauern, bis wir wirklich realisiert haben, was uns heute gelungen ist. Ich bin einfach sehr, sehr stolz auf den Sieg und die heutige gemeinsame Leistung“, erklärte Richard Vogel. In den kommenden Wochen ist für die beiden noch ein Einsatz im Nationenpreis in La Baule geplant. Wenige Wochen vor dem Championat nominiert Bundestrainer Otto Becker dann sein Team für die Weltmeisterschaften im August in Aachen. 

Spannendes Stechen mit deutlicher Entscheidung

Die Entscheidung um den Sieg im Großen Preis beim TSCHIO fiel in einem Stechen mit drei Paaren: Sophie Hinners und Iron Dames Singclair starteten als erstes in den Stechparcours und legten eine fehlerfreie, schnelle Runde hin. „Ich wollte schnell sein und vor allem fehlerfrei bleiben. Ich wusste, dass wir nicht schneller sein können als Richie und United Touch S“, lachte sie. Beide werden von David Will unterstützt, mit dem sie in Pfungstadt den Turnier-und Ausbildungsstall V&W Equestrian betreiben. Sophie Hinners ergänzte: „Ich bin vor allem sehr, sehr stolz auf Iron Dames Singclair, der heute drei fehlerfreie Runden gezeigt hat“, freute sich Sophie Hinners über den dritten Platz im Großen Preis. Den elf Jahre alten Wallach reitet sie seit drei Jahren und seitdem sind die beiden zu einem sehr beständigen Team zusammengewachsen. Schon im vergangenen Jahr blieben sie im Großen Preis Doppel-Null. Nun gelang ihnen zudem eine fehlerfreie Runde im Stechen. Mehr geht nicht! Mit 51,62 Sekunden am Ende Platz drei. 

Nach ihr ritt Richard Vogel ein. Sein Plan für das Stechen war klar: „Wir wollten den Sieg sichern, ohne alles zu riskieren.“ Plan geglückt!  Als Schlussreiter ritten der Argentinier José María Larocca und Finn Lente in das Stechen, sie blieben ebenfalls fehlerfrei und das in 47,36 Sekunden. „Es ist eine Ehre Zweiter hinter Richard Vogel zu werden. Wir sind dankbar für die Atmosphäre, für diese Arena, für ein Turnier wie dieses. Hier Zweiter zu werden ist mehr als ich mir erträumen könnte“, freute sich der 57-jährige nach seinem zweiten Platz. 

Auf dem sechsten Platz beendete André Thieme mit DSP Chakaria den Großen Preis von Aachen. „Ich genieße jede Runde mit ihr. Ich bin so glücklich, dass sie wieder so fit ist.“ DSP Chakaria ist in diesem Jahr nach einer verletzungsbedingten Pause in den internationalen Turniersport zurückgekehrt. Bundestrainer Otto Becker lobte die insgesamt sehr gute Leistung der deutschen Reiter. „Zwei unserer Paare sind unter den besten Drei, insgesamt haben wir drei Paare in den Top Ten im Großen Preis von Aachen. Wir haben in den vergangenen Tagen wirklich sehr, sehr guten Sport gesehen und unsere Reiter haben mit ihren Pferden konstant gute Leistungen gezeigt“, freute sich der Bundestrainer zum Abschluss des TSCHIO Aachen. Pferdesport Deutschland/sag


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