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Bundesvierkampf 2026: Plätze neun und elf für hannoversche Teams

20Apr.26
Bundesvierkampf 2026 Team Hannovr 2

20.04.2026

Dressur, Springen, Laufen und Schwimmen – im Vierkampf kommt es nicht nur auf gutes Reiten an. Dies bewiesen eindrucksvoll die Westfalen, die im hessischen Fürstenwald nicht nur den Deutschen Meistertitel, sondern auch den Bundesnachwuchsvierkampf für sich entscheiden konnten. Bereits zum wiederholten Mal stand der Reit- und Fahrverein Fürstenwald im Zeichen des Vierkampfs. Zwölf Landesverbände schickten in diesem Jahr ihre Sportler zur Deutschen Meisterschaft nach Hessen, wobei der gastgebende Verband jeweils zwei Teams stellen durfte.

Für die Teilprüfung 50-Meter-Freistil-Schwimmen ging es ins rund 20 Minuten entfernte Hofgeismar ins Bad am Park. Die Reitdisziplinen fanden wie immer auf der Reitanlage „Pavel“ in Calden statt, direkt gegenüber lag die Strecke für den Geländelauf. Wie üblich teilten sich zwei Mannschaften die Pferde. Das heißt, jeweils zwei der vier Teamreiter starteten mit eigenen, die anderen beiden mit Pferden der zugelosten Mannschaft.
Als allen Aufgaben am besten gewachsen erwiesen sich die schon in der Vergangenheit vielfach erfolgreichen Westfalen. Mit insgesamt 17.843 Punkten verwiesen Clara Schüttert, Laetitia Anna Schulze-Wälter, Theresa Stöcker und Emma Lückemeier das schwimmstarke Team aus Rheinland-Pfalz mit Janna Frank, Lena Lorig, Elisa Broy und Fiona Matilda Kley auf den Silberrang (17.195 Punkte). Auf dem dritten Platz landeten mit 17.146 Punkten die Vorjahressieger aus Bayern, die durch Felix Haußmann, Lena Müßig, Alexa Kießling und Antonia Hartmann vertreten wurden und besonders in der Dressur glänzten. Auch in der kombinierten Einzelwertung stellte Westfalen mit der erst 14-jährigen Clara Schüttert aus Lüdinghausen die Nummer eins. Sie erwies sich nicht nur als schnelle Schwimmerin, sondern benötigte für den 3000-Meter-Geländelauf durch bergiges Terrain nur 12:07 Minuten. Dafür gab es die Höchstpunktzahl von 1.000 Punkten. Und auch in der Dressur und im Springen mischte sie vorne mit. In der Mannschaftsaufgabe auf A-Niveau gab es für sie die 8,5, im Parcours heimste sie die 8,0 ein und das im Sattel der von Sachsen-Anhalt gestellten sechsjährigen DSP-Stute Camilla Cadeau.
Das Team Hannover mit Mannschaftsführerin Denise Leuwer belegte insgesamt Platz neun (Einzel-Ergebnisse siehe unten). Im Springen gab es für alle Reiter/innen gute Noten im 7-er Bereich. Sehr starke Leistungen zeigte die erst 13-jährige Magdalena Handt (1000 Punkte beim Laufen und 904 Punkte beim Schwimmen, insgeamt Platz 18 in der Einzelwertung) sowie der 16-jährige Jacob Anda im Laufen und Schwimmen, wofür Jacob außerdem Sondehrenpreise in der Disziplinenwertung erhielt.

Jacob Anda bester Schwimmer und Läufer

Wie in jedem Jahr wurden auch in Fürstenwald wieder Sonderehrenpreise für die Besten in den einzelnen Disziplinen vergeben. Im Schwimmen erhielten drei Teilnehmerinnen die maximal möglichen 1.000 Punkte, unter ihnen zwei Starterinnen aus Rheinland-Pfalz: Janna Frank und Lena Lorig, die gegenüber dem Vorjahr nochmal über eine Sekunde schneller im Wasser unterwegs war. Mit einer Zeit von nur 31 Sekunden war sie die Schnellste und wurde dafür mit dem Sonderpreis bedacht. Den Ehrenpreis für den schnellsten Schwimmer erhielt Jacob Anda mit für seine gebrauchte Zeit von 32‘‘7 Sekunden.
Beim Geländelauf erzielte Clara Schüttert zwar 1000 Punkte, die Schnellste war sie damit aber nicht. Drei Teilnehmer kamen sogar unter 12 Minuten ins Ziel: Anna Hämmerle aus Baden-Württemberg sowie Elisa Broy aus Rheinland-Pfalz. Sie erhielt für ihre Zeit von 11:56,5 den Sonderehrenpreis ebenso wie der 16-jährige Jacob Anda vom Team Hannover, der als schnellster Läufer nur 11:40,9 Minuten benötigte. Laut Umrechnungstabelle, die sowohl Alter als auch Geschlecht berücksichtigt, gab es ihn dafür allerdings nur 902 Punkte.

Insgesamt 13 Mal vergaben die Richter in der Mannschaftsdressur der Klasse A die Note 8,0 und besser. Die beste Wertnote, eine 9,0, erhielt die bayerische Reiterin Lena Müßig für die Vorstellung ihres eigenen Pferdes, der in Bayern gezogenen Don Diamond-Tochter Just for Fun.
Elf Ritte wurden im Springen mit der Note „gut“ oder besser bewertet. Die höchste Bewertung, eine 8,7, erzielte Lina Theissen vom Team Rheinland für ihre Vorstellung von Louis. Hierfür gab es den Sonderehrenpreis in der Dressur.

Westfalen auch im Bundesnachwuchsvierkampf vorne

Auch im Bundesnachwuchsvierkampf waren die Westfalen nicht zu bremsen. In der Besetzung Emma Amalie Jäger, Philippa Suttorp, Catharina Frie und Emma Eping siegte das Team mit 17.268 Punkten vor der gastgebenden Mannschaft Hessen I mit 16.961 Punkten. Diese stellte mit der erst elfjährigen Lilly Kleinert auch die Beste in der kombinierten Wertung. Bronze ging an die Vierkämpfer aus dem Rheinland (16.610 Punkte). Das Team Hannover mit Mannschaftsführerin Denise Leuwer, dem im Vorfeld zwei Ponys ausfielen, belegte insgesamt Platz elf (Einzel-Ergebnisse siehe unten). Beste Einzel-Vierkämpferin war Emma Louise Wiebe auf Rang 22.
Auch an die Nachwuchsvierkämpfer wurden Sonderehrenpreise vergeben. Schnellste Schwimmerin über 50 Meter Freistil war hier Valentina Oswald aus Baden-Württemberg mit einer Zeit von 32‘‘9 Sekunden , bei den Jungen war es Bahne Nissen aus Schleswig-Holstein mit 36‘‘8 Sekunden. Die kürzeste Zeit für den 2000-Meter-Lauf benötigten Aurora Stella Berger vom Team Baden-Württemberg (7:37,2 Minuten) sowie Hugo Wagner vom Team Hessen II (7:35,3 Minuten). Die höchste Wertnote in der E-Dressur war wie in der Deutschen Meisterschaft die 9,0. Diese gab es für Katharina Frie vom siegreichen westfälischen Team, im Springen durfte sich Josepha Männer aus Bayern über die Note 8,7 und den Sonderehrenpreis freuen. Pferdesport Deutschland/Hb, Fotos: PSV Hannover

Ergebnisse der hannoverschen Vierkampf-Teams:

Deutsche Meisterschaft Vierkampf 2026: Platz 9

  • Jacob Anda/ Freddy Schenk (Platz 32)
  • Frieda Helene Borchers/ Dantana P (Platz 36)
  • Laska Pauline Hahne/ Faakira (Platz 47)
  • Magdalena Handt/ Cuyahoga (Platz 18)
  • Reserve: Hannah Redlich/ Katharina
Endergebnisse DM Vierkampf 2026

Bundesnachwuchsvierkampf „Deutschlandpreis der Nachwuchsvierkämpfer“ 2026: Platz 11

  • Mila Maria Dell/ Billy, Dreamy (Platz 32)
  • Sophia zur Kammer / Cisko (Platz 52)
  • Connor-Helmut Sieg/ Camelot E WE, Golden Capri (Platz 35)
  • Emma Louise Wiebe/ My Lady (Platz 22)
  • Reserve: Frieda Heinemann/ Descartes
Endergebnisse Bundesnachwuchs-Vierkampf 2026

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