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Austausch im Parlamentskreis Pferd setzt klare Signale
21.03.2026
Pferdesport Deutschland fordert politische Verantwortung bei GOT wahrzunehmen
Beim Treffen des Parlamentskreises Pferd am 19. MĂ€rz 2026 hat Pferdesport Deutschland eindringlich auf die dramatischen Folgen durch die aktuelle GebĂŒhrenordnung fĂŒr TierĂ€rzte (GOT) hingewiesen und entschlossenes politisches Einbringen eingefordert.
Im Paul-Löbe-Haus in Berlin stand am 19. MĂ€rz das Pferd im Mittelpunkt. Aktuelle Herausforderungen, neue Strategien und wichtige GrundsĂ€tze rund ums Pferd und den Pferdesport wurden diskutiert. Dabei brachten Martin Richenhagen, PrĂ€sident, und Dr. Klaus Miesner als Vorstand Zucht klar die Positionen von Pferdesport Deutschland ein und erlĂ€uterten die strategische Neuausrichtig des Verbandes. An dem Austausch nahmen die Bundestagsabgeordneten Dieter Stier (CDU), Dr. Franziska Kersten (SPD), Hermann FĂ€rber (CDU), Artur Auernhammer (CSU), Caroline Borsbach (CDU) und Johannes Winkel (CDU) teil. Die einzelnen Themen im Ăberblick:Â
GOT: Bereitschaft zur Kompletthinterfragung notwendig
Martin Richenhagen und Klaus Miesner machten deutlich, dass die derzeitige Ausgestaltung der GOT im Pferdebereich vielfach zu erheblichen bis extremen Mehrkosten fĂŒhrt und damit die Zukunft der Pferdehaltung in Deutschland gefĂ€hrdet. Martin Richenhagen betonte: âWir sehen die zunehmende finanzielle Ăberforderung der Pferdehalter, die zu deutlichen RĂŒckgĂ€ngen in Zucht und Sport fĂŒhrt.â Dr. Klaus Miesner schloss an: âEs braucht jetzt das klare politische Bekenntnis und den gesetzgeberischen Willen fĂŒr eine Kompletthinterfragung der GOT.â
Zu diesem Bereich gehört auch, dass Pferdesport Deutschland fordert, dass das Pferd endlich einheitlich rechtssicher als landwirtschaftliches Nutztier auf europĂ€ischer und nationaler Ebene eingestuft wird. âDenn viele gesetzliche Auflagen mĂŒssen bei der Haltung von Pferden analog zu anderen landwirtschaftlichen Nutztieren erfĂŒllt werden, bei der GOT ist das Pferd unverstĂ€ndlicherweise aber kein landwirtschaftliches Nutztier mehrâ, bringt es Dr. Klaus Miesner auf den Punkt.
Wolf: Weidehaltung braucht realistische Vorgaben
Als zweites Schwerpunktthema stellten Martin Richenhagen und Klaus Miesner den Umgang mit dem Wolf in den Mittelpunkt. Der Verband dankte fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Politik zur Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz, machte jedoch erneut deutlich, dass die Zumutbarkeit von HerdenschutzmaĂnahmen angemessen bewertet werden muss. Gerade in Bezug auf sogenannte Problemwölfe forderten sie realistische EinschĂ€tzungen, die im laufenden Gesetzgebungsverfahren berĂŒcksichtigt werden sollen.
Genomische Selektion: Zukunftsthema mit strategischer Bedeutung
Klaus Miesner informierte den Parlamentskreis Pferd ĂŒber neueste Entwicklungen im Bereich der genomischen Selektion. Diese spielt eine zunehmend wichtige Rolle fĂŒr die deutsche Pferdezucht â insbesondere im Hinblick auf Gesundheit, Belastbarkeit und Nachhaltigkeit. Der Verband bat um politische UnterstĂŒtzung beim Aufbau belastbarer Datengrundlagen, insbesondere fĂŒr Gesundheitsmerkmale. Diese sind wichtige Grundlagen, um die Zucht zielgerichtet und verantwortungsbewusst weiterentwickeln zu können.
UnterstĂŒtzung fĂŒr die Olympiabewerbung
Pferdesport Deutschland sprach sich deutlich fĂŒr die deutsche Olympiabewerbung aus und betonte die Bedeutung einer langfristigen Sportförderung â auch fĂŒr Disziplinen jenseits der olympischen Programme. Der Verband sieht darin ein wichtiges Signal fĂŒr die Zukunft des Pferdesports in Deutschland. Als Reitsportnation liegt in Deutschland in der ewigen Tabelle der Olympischen und Paralympischen Spiele mit 48 Gold-, 25 Silber- und 27 Bronzemedaillen vorne.
Weitere fachliche Schwerpunkte im Austausch
Weitere Themen platzierten die Vertreter von Pferdesport Deutschland im Parlamentskreis Pferd: Es gibt aktuell RĂŒckgĂ€nge in Pferdesport, Pferdezucht und Pferdehaltung. Richenhagen und Miesner verdeutlichten, dass dies nicht nur fĂŒr Pferdesport Deutschland ein Thema sei, sondern hoben die hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Pferdes hervor.
Zum Abschluss betonten sie den Bedarf an einem regelmĂ€Ăigen, themenorientierten Austausch bei Gesetzgebungsverfahren, um praxistaugliche und rechtssichere Lösungen zu erreichen â auch im Hinblick auf die WettbewerbsfĂ€higkeit innerhalb der EU. Das GesprĂ€ch war dabei sehr konstruktiv und geprĂ€gt von einem gemeinsamen VerstĂ€ndnis fĂŒr die Herausforderungen der Pferdebranche. Pferdesport Deutschland und der Parlamentskreis Pferd vereinbarten, den Austausch fortzusetzen. fn-press, Foto: Pferdesport Deutschland
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