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HGW Bundesnachwuchschampionat: Platz zwei für Mette Demmler
15.02.2026
Hannes Huthwelker ist der Sieger im HGW Bundesnachwuchschampion der Springreiter. 2026 Der 15-jährige Westfale sicherte sich im Finale der prestigeträchtigen Nachwuchsprüfung bei den VR CLASSICS Neumünster mit einer Gesamtpunktzahl von 18,0 den Titel vor Mette Demmler (17,3) und Frieda Heinrich (17,2). Marie Schlienkamp bestätigte mit einer erneuten Finalplatzierung nach 2025 ihre bemerkenswerte Konstanz, während die einzige Teilnehmerin aus Schleswig-Holstein, Leni Hansen aus Süderheistedt, mit Lillet Wild Berry einen starken fünften Rang belegte.
Das HGW Bundesnachwuchschampionat der Springreiter, gefördert durch die Horst-Gebers-Stiftung, zählt zu den bedeutendsten Nachwuchsformaten im deutschen Springsport. 25 talentierte Junioren aus dem gesamten Bundesgebiet stellten sich einer Stilspringprüfung der Klasse M**. Die vier besten Paare – Marie Schlienkamp, Frieda Heinrich und Hannes Huthwelker (alle Westfalen) sowie Mette Demmler (Hannover) – qualifizierten sich mit stilistisch herausragenden Runden für den entscheidenden zweiten Umlauf.
Schlienkamp und Huthwelker zogen mit identischer Wertnote von 9,0 punktgleich ins Finale ein. Dort wartete die besondere Herausforderung des Championats: der Pferdewechsel. Nach nur wenigen Probesprüngen auf den zugelosten Pferden und kurzer Rücksprache mit dem Bundestrainer ging es direkt in den Finalparcours. Marie Schlienkamp, im Vorjahr Zweitplatzierte, eröffnete den Umlauf auf Quinn, dem Wallach ihres Konkurrenten Huthwelker. Die Richter lobten insbesondere ihren gefestigten, geschmeidigen Grundsitz. Frieda Heinrich folgte mit Can Jump und überzeugte ebenfalls: „Super feines Reiten, das sah alles leicht und geschmeidig aus. Du bist mit dem fremden Pferd sehr gut zurechtgekommen“, lautete das Jury-Fazit.
Heinrichs Pferd Bee Gee wurde anschließend von Mette Demmler übernommen. Trotz des völlig anderen Pferdetyps präsentierte die Nachwuchsreiterin eine souveräne Runde und setzte sich zunächst an die Spitze. Als letztes Paar gingen Hannes Huthwelker und Celino von Marie Schlienkamp in den Parcours – und lieferten ab. Stilistisch sicher, rhythmisch und fehlerfrei sicherten sie sich mit einer 9,0 die entscheidende Wertnote und damit den Titel. „Das erste Mal auf diesem Pferd, der Parcours ist nicht einfach – aber du verdienst den Titel“, urteilten die Richter.
Bereits die Einlaufprüfung am Freitag hatte Huthwelker gewonnen. Entsprechend zufrieden fiel sein Fazit aus: „Ich bin sehr glücklich, dass unser Plan so aufgegangen ist und wir beide Runden gewinnen konnten. Quinn war in Topform und hat schon im letzten Jahr tolle Runden gezeigt. Natürlich hofft man darauf, dass es klappt – aber dass es wirklich so funktioniert, macht uns mega glücklich.“ Auch zum Pferdewechsel äußerte sich der frischgebackene Champion: „Es waren wirklich tolle Pferde, die alle super mitgemacht haben. Ich glaube, es hat geholfen, dass sie die Halle schon kannten. Wir hatten ein paar Minuten zum Reiten und um uns die Pferde hineinzufühlen – das war wichtig, um die Hilfen richtig einzusetzen.“ Der Reiter vom RV Lützow trainiert zuhause bislang ohne eigene Reithalle – Schnee und Frost hatten die Vorbereitung in diesem Winter zusätzlich erschwert. Eine Halle sei jedoch bereits in Planung, verriet er augenzwinkernd. Die zweite Reiterin aus dem PSV Hannover, Isalie Baumgart mit Argentino, belegte im Finale Platz zwölf.
Teil der Jury war unter anderem Springreiter Tim Rieskamp-Goedeking, selbst früher Teilnehmer des Championats: „Gerade die vorn Platzierten haben ihren Rhythmus am besten gefunden und den Parcours optimal eingeteilt. Das ist heute entscheidend.“ Auch seitens des Förderers fiel das Fazit positiv aus. Gerhard Schäfers, Vorstandsmitglied der Horst-Gebers-Stiftung, betonte: „Das Niveau war sehr hoch und die Bewertungen lagen dicht beieinander. Das spricht für die Qualität der Nachwuchsreiter insgesamt.“ Fest steht bereits: Auch 2027 wird das HGW Bundesnachwuchschampionat der Springreiter wieder im Rahmen der VR CLASSICS Neumünster ausgetragen. 2026 steht noch das Finale der Pony-Springreiter an – sie messen sich im März in Riesenbeck. fn-press / Horses and Dreams Entertaintment
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