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Ausbilderfortbildung Voltigieren in Scholen: Movie and more

Scholen (psvhannover-aktuell). Im Rahmen der Ausbilderfortbildungen Voltigieren des PSV Hannover fand am 13. und 14. November 2021 in der Turnhalle in Scholen bei Sudwalde ein Voltigierlehrgang mit den Referenten Daniel Kaiser und Alina Roß statt. Insgesamt haben 42 Voltigierausbilder und Voltigierer haben teilgenommen, darunter auch Teilnehmer aus Weser-Ems, Hessen und Westfalen.

Die Referenten: Daniel Kaiser aus Delitzsch (Sachen), Voltigiertrainer und Fotograf, langjähriges Mitglied Bundeskader WM-Bronze 2008, EM-Bronze 2009, Sieger WeltcupFinale 2016. Leiter des MOVIE Trainingszentrums in Reibitz bei Leipzig

Alina Roß aus Userin (Mecklenburg-Vorpommern), Mitglied in der Sportfördergruppe der Bundespolizei, Mitglied des Bundeskaders Voltigieren, Mitglied des deutschen Championatskaders für die WM 2021 in Budapest / HUN, VizeJunioren-Europameisterin 2018

Teilnehmer: Voltigier-Trainer/innen (Voltigierausbilder/innen) des Pferdesportverband Hannover (vorrangig) sowie Voltigierer/innen des PSV Hannover.

Seminarinhalte:

Samstag: Daniel und Alina möchten an diesem Seminartag Klarheit verschaffen über die Bewegungsabläufe der Pflichtelemente „Schwung / Schere vorwärts und rückwärts“ sowie den „Aufsprung“. Dabei werden die Techniken aus dem Blickwinkel der Biomechanik anhand von Bildmaterial aus dem professionellen Bild-Archiv sowie von vor Ort aufgenommenem Videomaterial sowie aus dem Trainings-Archiv der Lehrgangsreferenten detailliert analysiert und die Methodik eines zielgerichteten, langfristig ausgelegten Trainings aufgezeigt.

Sonntag: Daniel und Alina möchten an diesem Seminartag sowohl die strukturellen Aspekte einer guten Kür aufzeigen, als auch Motivation und Begeisterung wecken für choreografische Aspekte sowie Musikauswahl und Musikschnitt. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt wird auf dem Bewegungsfluss liegen und auf dem Aspekt, wie einzelne Elemente grundsätzlich gut miteinander verbunden werden können. Primär wird dies anhand des Einzelvoltigierens aufgezeigt, aber auch anhand von Beispielvideos für das Pas-de-Deux und Gruppenvoltigieren ausgeweitet. Im Anschluss wird der Fokus auf dem Technikprogramm liegen. Dabei werden die Bewegungsabläufe aller fünf Elemente detailliert analysiert und Methoden für das Training aufgezeigt – inklusive gezielter Kraftübungen. Weitere inhaltliche Schwerpunkte werden erneut die choreografische Zusammenstellung (Kürbau) sowie der Auf- und Abbau in die Übungen sein.

Vom Seminar berichtet Organisatorin Conny Ammermann:
Am Samstag trafen morgens etwa 40 Lehrgangsteilnehmer in der Turnhalle in Scholen ein. Als erstes zerlegte Referent Daniel Kaiser den Vorwärtsstützschwung gekonnt in kleinste Einzelteile. Am vom RV Sudwalde zur Verfügung gestellten movie, und mit dem Trainingsprogramm „coaches eyes“ wurde die Übung sehr genau analysiert. Alina Roß, die amtierende Deutsche Meisterin stand ihm dabei gekonnt zur Seite und führte genau vor, wie die Bewegungsabläufe richtig oder auch falsch sind. Dasselbe wurde über den Tag verteilt auch mit den Übungen Rückwärtsstützschwung und Aufgang gemacht. Anwesende durften sich ebenfalls versuchen und so an ihren Problemen bei den Übungen arbeiten. Immer wieder wurde der Dialog gesucht und Problemstellungen erörtert. Gesa Bührig, Trainerin der Weltmeistergruppe aus Fredenbeck und ebenfalls Teilnehmerin des Lehrgangs, konnte ebenfalls zwischendurch vieles aus ihrem Erfahrungsschatz beitragen. Ein wichtiges Thema war auch, wie die Trainer*innen richtige Hilfestellungen geben können und welche Übungen vorbereitend auch am Boden erarbeitet werden sollten.

Viel Input und tolles Feedback

Fazit war sicher: ohne Übung geht es nicht. Und wenn die Vorübungen nicht sitzen, dann braucht eigentlich nicht weiterführend gearbeitet werden. Es wurde auch klargemacht, dass es eben nicht nur die Supertalente gibt, aber das durch gutes, fundiertes Training viele zu guten Erfolgen geführt werden können. Die abgegebenen Feedback- Bögen zeigten eine große Zufriedenheit mit dem Lehrgang mit fast schon zu viel Input für einen Tag.

Am zweiten Tag war es eine kleinere Gruppe, die sich versammelt hatte. An diesem Tag ging es um die Kür. Was ist wichtig für einen Küraufbau? Wie geht man an den Aufbau heran? Exemplarisch erarbeiteten Daniel und Alina eine neue Einzelkür, nachdem Daniel vorher auf Positionen auf dem Pferd, Strukturgruppen und Musikschnitt eingegangen war. Unter Mitwirkung der Teilnehmer entstand schnell eine sehr sehenswerte Kür, bei der Alina ihre großen Improvisationsmöglichkeiten gekonnt einsetzte. Außerdem gab es Einblicke in die Trainingspläne von Alina und auch Daniel gab Einblicke in seine früheren Pläne.

Deutlich wurde auch hier wieder: Wer viel erreichen will, der muss auch viel dafür tun. Es folgte noch ein kurzer Exkurs zu den Technikübungen, wie sie exakt ausgeführt werden müssten und welche Probleme sie bereiten könnten. Auch dieser Tag gab viele Hinweise, worauf man bei den eigenen Gruppen und Einzelvoltigierer*innen achten sollte. Fazit: Die Voltigierer*innen sollten möglichst vielseitig ausgebildet werden. Je größer das Repertoire der Einzelnen, desto mehr Möglichkeiten gibt es, eine Kür zu gestalten. Außerdem sollten die Voltigierer*innen die Küren selber mit erarbeiten und nicht in Rollen gesteckt werden, die sie nicht ausfüllen können oder wollen.

Am Ende der beiden Lehrgangstage gingen sicher alle mit vielen neuen Ideen, einem riesigen Input und gut motiviert nach Hause. Es war ein Lehrgang mit vielen Aha-Erlebnissen, bei dem selbst die altbekannten Pflichtübungen noch einmal ein ganz neues Gesicht zeigten und einiges an altgelerntem auf dem Prüfstand landete. Alle Fotos: Kaiser impressions

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Tags: Voltigieren, Ausbilderfortbildung, Movie

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