Preis der Besten Dressur: Silber für Maxi-Kira von Platen

Warendorf (fn-press). Die Favoriten und Sieger der ersten Wertungsprüfungen beim Preis der Besten Dressur in Warendorf setzten sich auch in den drei Finalprüfungen der Altersklasse Pony, Junioren und Junge Reiter durch. Mit starken Auftritten, die alle die 70-Prozentmarke überschritten, sicherten sich Charlott-Maria Schürmann (Gehrde) mit Burlington bei den Jungen Reitern, Vivien Niemann (Mannheim) mit Cipollini bei den Junioren und Semmieke Rothenberger (Bad Homburg) mit Deinhard B die Siegerschärpen.

An Charlott-Maria Schürmann aus Weser-Ems führte im Finale der Jungen Reiter Dressur kein Weg vorbei. Sie gewann mit dem Hannoveraner Hengst Burlington von Breitling-Rohdiamant (9) beide Prüfungen mit jeweils 74,632 Prozent und 73,895. „Das war ein hohes Level von Charlott-Maria heute. Nach Burlingtons langer Verletzungspause im Vorjahr hat sie jetzt wieder voll angegriffen. Der Hengst bringt eine hohe Qualität in den Grundgangarten und eine gute Lektionssicherheit mit“, freute sich der Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter, Hans-Heinrich Meyer zu Strohen (Hoya). Mit ihrem zweiten Pferd, der Preis-der-Zukunft-Siegerin Donna Jackson, ritt Charlott-Maria Schürmann zweimal auf Rang drei. Da aber nur ein Pferd pro Reiter im Finale gewertet wird, ging die Bronzemedaille an die Rheinländerin Louisa Lüttgen (Kerpen) mit der Diamond-Hit-Tochter Diamantenbörse OLD. „Louisa hat die Stute heute sehr fein, aber noch deutlicher im Ausdruck geritten. In diesem Ritt war Pep und Risiko.“ Silber sicherte sich in der FEI-Einzelaufgabe Klasse S* die Triple-Europameisterin aus Hessen, Sanneke Rothenberger, mit der 13-jährigen Wolke Sieben v. Wolkenstein II. „Die Stute beherrscht besonders die schweren Lektionen gut. Sehr sicher waren heute die Pirouetten.“  Auf Rang vier und fünf kamen zwei junge Damen aus dem Rheinland: Juliette Piotrowski (Kaarst) mit Flick-Flack v. Fidermark I und Tara Schneider (Düsseldorf) mit dem Westfalen Little Diamond v. Laurentianer. Über die Qualität im Starterfeld der Jungen Reiter äußerte sich Meyer zu Strohen: „Ich bin wirklich sehr zufrieden. Das war insgesamt einfach noch besser dieses Jahr als bei den Junioren. Nun richten wir den Blick auf Wiesbaden und schauen, ob diese Leistungen Bestand haben.“

Die Siegerschärpe bei den Junioren im Viereck ging an die amtierende Europameisterin der Junioren, Vivien Niemann aus Baden-Württemberg mit dem Hannoveraner Cipollini v. Compliment (10). Sie gewann die erste Wertungsprüfung und wurde im Finale, der FEI-Einzelaufgabe Klasse M** Zweite mit 71,053 Prozent. „Vivien ist zwei sehr sichere Prüfungen geritten. Durch ihre Erfolge auf den Europameisterschaften in der vergangenen Saison konnte sie jetzt davon profitieren. Aber es ist sicher noch Reserve vorhanden“, bilanzierte Meyer zu Strohen. Im Finale an die Spitze setzte sich Maxi Kira von Platen (Wietze) aus Hannover mit Flamenco-Girl v. Fielmann-Weltmeyer (9). Am Vortag belegte das Paar den dritten Rang „Maxi ist erst eine ruhige Runde geritten und hat im Finale einen noch deutlich aktiveren Auftritt mit besserem Ausdruck. Hier gefiel vor allem die Durchlässigkeit der Stute in den Übergängen. Das war den Richtern 71,684 Prozent wert.“ Bronze ging an Vizeeuropameisterin  2011, Pia-Katharina Voigtländer aus Berlin mit dem elfjährigen Oldenburger Lord Sinclair-Sohn Laetitian R. Sie ritt am Samstag auf Rang zwei und wurde im Finale Vierte (69,158 Prozent). „Dieses Paar ist sehr gut durch die Winterarbeit gekommen, aber hier noch nicht volles Risiko gegangen.“ Mit zweimal Platz vier in beiden Wertungsprüfungen sprang dieser Rang auch in der Gesamtwertung für die Westfälin Bianca Nowag (Ostbevern) auf dem Democraat-Finalist-Sohn Dauerbrenner (10) heraus. Fünfte wurde die Vorjahres-Zweite im Preis der Besten, Leonie Richter (Bad Essen) aus Weser-Ems mit der Rohdiamant-Donnerhall Tochter Romanowa (11). „Am ersten Tag haben wir bei den Junioren noch sehr vorsichtiges Reiten gesehen. Es gab viele Fehler aufgrund der Anspannung. Im Finale waren die Ritte sicherer und mutiger. Vorne haben wir eine gute Leistungsdichte“, fasste Meyer zu Strohen seine Eindrücke zusammen.

Die zwölfjährige Mannschafts-Europameisterin Semmieke Rothenberger (Bad Homburg) hatte den Sieg beim Preis der Besten im Ponydressurviereck ganz fest Visier. Für dieses Vorhaben hatte die Hessin gleich zwei Spitzenponys gesattelt. Mit dem „Professor“ Deinhard B von Dornik (13) gelangen ihr zwei Ritte über 73 Prozent, mit denen sie das Feld in beiden Wertungsprüfungen der Klasse L** anführte. Auf Rang vier ritt sie mit der FS-Don`t Worry-Tochter Golden Girl (10), wurde aber in der Gesamtwertung mit dem besseren Pony rangiert. „Semmieke ist erstaunlich routiniert auf verschiedenen Ponys. Im letzten Jahr auf der Euro holte sie Mannschafts-Gold mit Domino Dancing. Hier hat sie ihre beiden anderen Ponys ganz weit nach vorn geritten“, freute sich die Bundestrainerin der Ponydresssurreiter, Cornelia Endres (Dülmen-Buldern). Rang zwei bis fünf sicherten sich die rheinischen Ponyreiter. Anna-Christina Abbelen (15) aus Kempen holte im Vergleich zu ersten Wertungsprüfung (Rang 5, 68,889 Prozent) mit dem achtjährigen Dornik`s Donovan im Finale mächtig auf und kam mit 73,33 Prozent sehr dicht an Semmiekes Finalergebnis (73,740 Prozent) heran. „Anna-Christina hat hier eine konstante Leistung gezeigt. Bereits in Saumur hat sie ihre gute Form mit drei Siegen unterstrichen. Das ist eine gute Ausgangsposition“, so Cornelia Endres. Lena Charlotte Walterscheidt (Mönchengladbach), ebenfalls Mannschafts-Europameisterin im Vorjahr, holte mit Don Davidoff v. Don Joshi (9) Bronze (Rang drei und Rang fünf). „Lena reitet jetzt bereits das dritte Jahr international erfolgreich. Sie besticht vor allem durch ihr feines Reiten. Leider hat sich Lenas zweites Pferd Equestricons Lord Champion nach seiner gestrigen tollen Leistung auf Platz zwei heute einmal erschrocken.“ Vierter der Gesamtwertung wurde Luca Michels (Heimbach) mit Dein Freund v. Dornik B (10) vor Paulina Holzknecht (Solingen) mit Carrie WE. „Dieses Jahr können wir mit Blickrichtung auf die Pony-Europameisterschaften sicher nicht so aus dem Vollen schöpfen wie im Vorjahr. Es gibt eben nicht unbegrenzt Paare, die beständig über 70 Prozent reiten. Aber ich habe sehr viele hoffnungsvolle Paare mit viel Grundqualität für nächstes Jahr gesehen. Die jungen Talente müssen einfach noch Erfahrungen auf nationalem und internationalem Parkett sammeln. Deswegen möchte ich  ein größeres Kontingent mit auf die kommenden Sichtungen mitnehmen“, fasste Cornelia Endres zusammen.

Fotos Preis der Besten 2012

Weitere Platzierungen aus Sicht des PSV Hannover:

Junioren Dressur:
17. Platz: Larissa Deecke/ Don Vitus (Platz 14/21)
23. Platz: Michelle Budde/ Welcome Forever (Platz 23)

Pony Dressur:
17. Platz: Pauline Helmrich/ Chantre`s Held (Platz 20/ Platz 17)
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