Das Veterinäramt informiert – Häufig gestellte Fragen zum Pferdeherpesvirus
Hannover (psvhannover-aktuell). Aufgrund der Fälle des Pferdeherpesvirus im April 2012 hat das Veterinäramt des Landkreises Harburg kompakt auf einen Blick wichtige Informationen und häufig gestellte Fragen und Antworten zum Pferdeherpesvirus herausgegeben. Diese Infos sowie eine Empfehlung des PSV Hannover zum Verhalten bei Herpes-Virus-Infektionen sind auch als PDF-Datei zum Download bereitgestellt.
Wichtige Informationen und häufig gestellte Fragen zum Pferdeherpesvirus kompakt und auf einen Blick.
© Landkreis Harburg
Um was für eine Erkrankung handelt es sich?
Es handelt sich beim Herpes um eine Viruserkrankung. Herpesviren sind tierartspezifisch und kommen bei vielen Tierarten vor. Sie sind nicht zwischen den Tierarten und auch nicht auf den Menschen übertragbar.
Handelt es sich um eine neue Erkrankung?
Nein. Vier verschiedene Herpesviren sind als Ursache von spezifischen Erkrankungen der Pferde bekannt. Sie treten in größeren Zeitabständen immer wieder vereinzelt in Pferdehaltungen auf.
Besteht Gefahr für den Menschen?
Das Equine Herpesvirus ist nicht für den Menschen gefährlich.
Wie wird das Equine Herpesvirus übertragen?
Die Infektion erfolgt über Sekrete und Exkrete akut erkrankter Tiere (Nasensekret, Genitalschleimhäute). Ein direkter Kontakt mit den Sekreten eines ausscheidenden Tieres, eine sog. Tröpfcheninfektion, ist in der Regel für eine Infektion notwendig. Durch Abschnauben, Niesen usw. kann es zur Aerosolbildung kommen, so dass der Erreger auch Distanzen von bis zu 10 Metern überwinden kann. Eine indirekte Übertragung über Menschen, Gegenstände oder die Luft ist von untergeordneter Bedeutung, aber nicht auszuschließen. In der Außenwelt stirbt das Virus nach kurzer Zeit ab.
Wie viele Bestände im Landkreis Harburg sind betroffen?
Es ist ein Betrieb in der Gemeinde Seevetal betroffen. In der betroffenen Pferdehaltung werden alle notwendigen Maßnahmen eingehalten. Ein Kleinbetrieb mit nur 3 Pferden musste als Kontaktbetrieb gesperrt werden, weil auch dort bei einem Pferd Symptome aufgetreten sind.
Was passiert mit meinem Pferd, wenn es eine Herpesvirusinfektion hat?
Das wichtigste ist, dass Sie sofort den behandelnden Tierarzt einschalten. Nicht jedes Pferd stirbt an der Herpesvirusinfektion. Die meisten Pferde werden wieder gesund. Bisher gab es vier Todesfälle von 30 erkrankten Tieren im Landkreis Harburg. Es ist zu berücksichtigen, dass uns noch nicht alle Untersuchungsergebnisse vorliegen.
Bestehen Einschränkungen für Pferdehalter aus dem Landkreis Harburg?
Nein. Einschränkungen bestehen nur für Pferde aus dem gesperrten Betrieben.
Wie erkenne ich, dass mein Pferd erkrankt ist?
Erkrankte Pferde haben Fieber, Mattigkeit, Husten, Nasenausfluss, Bewegungsstörungen. Auf Maul-, Rachen- und Genitalschleimhaut kann es zu Bläschenbildung kommen. Bei tragenden Stuten kann es zu Aborten kommen. Treten Symptome auf, ist sofort ein praktizierender Tierarzt hinzuzuziehen!
Welche Therapie gibt es?
Der praktizierende Tierarzt trifft die Entscheidung über die einzuleitende Therapie. Es werden abwehrsteigernde Medikamente und Virustatika eingesetzt. Je nach Schwere der Erkrankung können weitere Therapiemaßnahmen notwendig sein.
Was kann ich vorbeugend gegen eine Herpesvirusinfektion tun?
Es gibt Impfstoffe gegen die Herpesvirusinfektion des Pferdes. Die Durchführung der Impfung und vorher gegebenenfalls notwendige Tests sind mit dem praktizierenden Tierarzt abzusprechen.
Wie können Pferdehalter vorsorgen, um eine ungewollte Verbreitung der Erkrankung zu vermeiden?
Durch Verzicht auf unnötige Standortwechsel der Pferde. Halten Sie sich beim Betreten fremder Stallungen an die Empfehlungen und Anweisungen des Stallbetreibers. Vermeiden Sie unnötigen Kontakt zu fremden Pferden.
Was tun, wenn bei einem Pferd der Verdacht auf Herpesvirusinfektion besteht?
Der Tierarzt ist sofort hinzuzuziehen. Er bespricht mit dem Tierhalter die notwendigen Maßnahmen. Aus krankheitsverdächtigen Beständen sollen gar keine Pferde mehr den Bestand verlassen. Verantwortungsvolle Pferdebesitzer, in deren Pferdehaltung Verdacht auf Herpes besteht, verzichten auf Veranstaltungen und Turniere.
Infos Tierärtzliche Hochschule Hannover zum Herpes-Virus für Pferdebesitzer
Verhaltens-Empfehlung im Falle akuter Herpes-Virus-Infektionen
Informationen LK Harburg Pferdeherpesvirus
Wichtige Informationen und häufig gestellte Fragen zum Pferdeherpesvirus kompakt und auf einen Blick.
© Landkreis Harburg
Um was für eine Erkrankung handelt es sich?
Es handelt sich beim Herpes um eine Viruserkrankung. Herpesviren sind tierartspezifisch und kommen bei vielen Tierarten vor. Sie sind nicht zwischen den Tierarten und auch nicht auf den Menschen übertragbar.
Handelt es sich um eine neue Erkrankung?
Nein. Vier verschiedene Herpesviren sind als Ursache von spezifischen Erkrankungen der Pferde bekannt. Sie treten in größeren Zeitabständen immer wieder vereinzelt in Pferdehaltungen auf.
Besteht Gefahr für den Menschen?
Das Equine Herpesvirus ist nicht für den Menschen gefährlich.
Wie wird das Equine Herpesvirus übertragen?
Die Infektion erfolgt über Sekrete und Exkrete akut erkrankter Tiere (Nasensekret, Genitalschleimhäute). Ein direkter Kontakt mit den Sekreten eines ausscheidenden Tieres, eine sog. Tröpfcheninfektion, ist in der Regel für eine Infektion notwendig. Durch Abschnauben, Niesen usw. kann es zur Aerosolbildung kommen, so dass der Erreger auch Distanzen von bis zu 10 Metern überwinden kann. Eine indirekte Übertragung über Menschen, Gegenstände oder die Luft ist von untergeordneter Bedeutung, aber nicht auszuschließen. In der Außenwelt stirbt das Virus nach kurzer Zeit ab.
Wie viele Bestände im Landkreis Harburg sind betroffen?
Es ist ein Betrieb in der Gemeinde Seevetal betroffen. In der betroffenen Pferdehaltung werden alle notwendigen Maßnahmen eingehalten. Ein Kleinbetrieb mit nur 3 Pferden musste als Kontaktbetrieb gesperrt werden, weil auch dort bei einem Pferd Symptome aufgetreten sind.
Was passiert mit meinem Pferd, wenn es eine Herpesvirusinfektion hat?
Das wichtigste ist, dass Sie sofort den behandelnden Tierarzt einschalten. Nicht jedes Pferd stirbt an der Herpesvirusinfektion. Die meisten Pferde werden wieder gesund. Bisher gab es vier Todesfälle von 30 erkrankten Tieren im Landkreis Harburg. Es ist zu berücksichtigen, dass uns noch nicht alle Untersuchungsergebnisse vorliegen.
Bestehen Einschränkungen für Pferdehalter aus dem Landkreis Harburg?
Nein. Einschränkungen bestehen nur für Pferde aus dem gesperrten Betrieben.
Wie erkenne ich, dass mein Pferd erkrankt ist?
Erkrankte Pferde haben Fieber, Mattigkeit, Husten, Nasenausfluss, Bewegungsstörungen. Auf Maul-, Rachen- und Genitalschleimhaut kann es zu Bläschenbildung kommen. Bei tragenden Stuten kann es zu Aborten kommen. Treten Symptome auf, ist sofort ein praktizierender Tierarzt hinzuzuziehen!
Welche Therapie gibt es?
Der praktizierende Tierarzt trifft die Entscheidung über die einzuleitende Therapie. Es werden abwehrsteigernde Medikamente und Virustatika eingesetzt. Je nach Schwere der Erkrankung können weitere Therapiemaßnahmen notwendig sein.
Was kann ich vorbeugend gegen eine Herpesvirusinfektion tun?
Es gibt Impfstoffe gegen die Herpesvirusinfektion des Pferdes. Die Durchführung der Impfung und vorher gegebenenfalls notwendige Tests sind mit dem praktizierenden Tierarzt abzusprechen.
Wie können Pferdehalter vorsorgen, um eine ungewollte Verbreitung der Erkrankung zu vermeiden?
Durch Verzicht auf unnötige Standortwechsel der Pferde. Halten Sie sich beim Betreten fremder Stallungen an die Empfehlungen und Anweisungen des Stallbetreibers. Vermeiden Sie unnötigen Kontakt zu fremden Pferden.
Was tun, wenn bei einem Pferd der Verdacht auf Herpesvirusinfektion besteht?
Der Tierarzt ist sofort hinzuzuziehen. Er bespricht mit dem Tierhalter die notwendigen Maßnahmen. Aus krankheitsverdächtigen Beständen sollen gar keine Pferde mehr den Bestand verlassen. Verantwortungsvolle Pferdebesitzer, in deren Pferdehaltung Verdacht auf Herpes besteht, verzichten auf Veranstaltungen und Turniere.
Infos Tierärtzliche Hochschule Hannover zum Herpes-Virus für Pferdebesitzer
Verhaltens-Empfehlung im Falle akuter Herpes-Virus-Infektionen
Informationen LK Harburg Pferdeherpesvirus





















