Bundesnachwuchschampionat Dressur: Sieg für Saskia Christgau

Freudenberg (fn-press). Saskia Christgau aus Vollersode (PSV Hannover) hat das Bundesnachwuchschampionat Dressur gewonnen, das im Rahmen der Deutschen Jugendmeisterschaften in Freudenberg ausgetragen wurde. Im Finale mit Pferdewechsel konnte sich die 16-Jährige gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen. Für das Bundesnachwuchschampionat konnten sich 20 Paare aus ganz Deutschland empfehlen.

In zwei Qualifikationsprüfungen entschied sich, welche drei Paare ins Finale mit Pferdewechsel einzogen. Neben der Siegerin Saskia Christgau, die in Freudenberg mit der Hannoveraner Florestan I-Tochter Flair v. H. an den Start ging, waren dies Antonia Sturm aus Bad Salzuflen mit Campari und Julia Hahn aus Sprockhövel mit Develino.

Antonia Sturm, die nach den Qualifikationen in Führung lag, erzielte in der ersten Finalrunde mit ihrem eigenen Pferd das beste Ergebnis. „Das hat uns sehr gut gefallen. Du hast dein Pferd eindrucksvoll präsentiert“, hieß es im Kommentar. War den Richtern dieser Ritt eine 9,0 wert, gab es für die Vorstellung von Develino allerdings nur die 7,3. „Wir hätten uns gewünscht, dass Du mehr zum Treiben kommst. Das Pferd war im Rücken etwas festgehalten“, so das Richterurteil, das allerdings auch die korrekten Hufschlagfiguren lobte. In der dritten Runde lief es für die 14-Jährige wieder besser. Mit Flair v.H. erzielte sie dieselbe Note, die bereits deren eigene Reiterin, Saskia Christgau, erhalten hatte: 8,7. In der Summe reichte es dennoch nur zum dritten Rang (Endstand 25,0).

Am besten der drei Finalistinnen gelang es Saskia Christgau, sich auf die fremden Pferde einzustellen. Für ihre Präsentation von Sturms Campari vergaben die Richter gar die 9,1. „Das war ganz toll“, sagte der Kommentator „Du sitzt hervorragend und gehst hervorragend auf das Pferd ein.“ Besonderes gefallen hatte den Richtern das Zügel aus der Hand kauen zu lassen. Diese Lektion hatten sie bei allen drei Reiterinnen mit ihren eigenen Pferden noch beanstandet. Christgau hatte die Kritik aufgegriffen und versucht, es in der zweiten Runde besser zu machen. „Du hast es versucht und erreicht“, lobten die Richter. Auch für die Präsentation von Hahns Develino griffen die Richter nochmals tief in die Notenkiste. „Das war beeindruckend. Du hast das richtige Grundtempo für dieses Pferd gewählt und die Anlehnung sogar noch verbessert“, lautete der Kommentar. Eine 8,7 besiegelte nicht nur den Sieg von Christgau (Endstand 26,5), sondern auch den von siebenjährigen Hannoveraner Fuchswallach Campari v. Cordoba, der mit 26,8 die höchste Punktzahl erzielte.

Julia Hahn hatte mit ihrem 16-jährigen Oldenburger Develino v. Donnerschlag „für eine korrekte, gute Vorstellung“ zum Auftakt 8,2 Punkte bekommen. Auch hier lobten die Richter den Sitz, aber auch die guten Übergänge. Noch mehr gab es für den Ritt mit der Rappstute Flair v.H. (8,5), so dass Julia Hahn auf dem zweiten Platz landete. Für Hahn war es bereits der dritte Start beim Bundesnachwuchschampionat. Vor zwei Jahren in München landete die damals Zwölfjährige auf Rang drei, im vergangenen Jahr verpasste sie knapp den Einzug ins Finale.

Die zweite Starterin aus dem Pferdesportverband Hannover, Dorothea Paar mit Bandereas erreichte in der ersten Qualifikation Platz neun (7,1) und in der zweiten Qualifikation Rang acht (7,6).

Saskia Christgau gewann das Bundesnachwuchschampionat Dressur 2011. Foto: GrollimundSaskia Christgau gewann das Bundesnachwuchschampionat Dressur 2011. Foto: Grollimund
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